Nürnberg, Weihnachtsfeiern, Ibiza, Silvester, Neujahrsturnier

Eieiei, lang ist’s her, dass ich was von mir hab hören lassen! Gegen Wiking II haben wir natürlich gewonnen und auch unser letztes Spiel in 2009 haben wir erfolgreich mit einem klaren 3:0 hinter uns gebracht. Aber ich fang mal – wie immer – chronologisch an.

Am ersten Dezemberwochenende bin ich gen Heimat gefahren, um zur hotel.de-Weihnachtsfeier zu gehen. Quite nice as usual kann ich nur sagen! Ein super Abend mit vielen netten Kollegen. Wirklich schade, dass wir uns nur einmal im Jahr sehen. Anstatt großem Essen gab es diesmal Häppchen, aber dafür eine Band, die’s echt mal drauf hatte. Die Cocktails waren mit Ausnahme des Cuba Libre so ziemlich ungenießbar, da einfach viel zu stark. Oder mein weiblicher Gaumen veträgt so etwas einfach nicht. Who knows? Hier ein paar Eindrücke:

   

Genau eine Woche später stand schon wieder die nächste Weihnachtsfeier an – und zwar von den Hochschulsport-Volleyballern. Pflichtbewusst stellte ich mich natürlich auch eine Stunde hinter die Bar bevor es auf die Tanzfläche ging. 🙂

Sehr nette Feier auf jeden Fall:

   

Ihr denkt, ich sei nur am feiern? Hm, ja, ich kann was den Dezember betrifft nicht widersprechen, denn am folgenden Samstag fand nach oben erwähntem Sieg unsere TuS Hürth Weihnachtsfeier im Bowling Center in Hürth statt. Endlich einmal den kürzesten Weg gehabt. Juhu!! Wir haben gewichtelt und ich muss sagen, Steffi hat’s voll getroffen: Nespresso Kapseln und eine selbstbemalte Espressotasse, die nun meine Maschine ziert. DANKE!!!

Wer feiern kann, kann auch spielen. So lautet es unter den Volleyballern immer. Doch ich habe mich ja entschieden mir die Eisschnelllauf-Technik anzueignen und so hieß es nicht spielen am So. Morgen (nach der Feier!!), sondern trainieren. Um 7h morgens wohlgemerkt. Ja, ein bisschen verrückt bin ich vielleicht schon. Aber es macht nach wie vor sehr viel Spaß. Mal sehen, ob das Übersetzen nächstes Mal schon richtig klappt.

Am Freitag vor Weihnachten hieß es dann aber nicht trainieren, sondern ab in die Sonne: Auf nach Ibiza!!! So der Plan. Die Realität hielt lausige 12°C bereit. Aber immerhin keine -15°C wie in Deutschland! Jaja, Ryanair und Couchsurfing machen’s möglich. Anfangs hatte ich ja schon große Zweifel bei wem ich da landen würde. Ich als Mädel allein bei nem argentinischen Musiker, der in ner WG in San Antonio wohnt?? Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Meinen ersten Tag verbrachte ich jedoch fast komplett alleine, da ich zunächst Ibiza Stadt, also Eivissa, besichtigen wollte. Die Altstadt hat den Titel UNESCO Weltkulturerbe wirklich verdient. Teilweise fühlte ich mich auch nach Andalusien in die Pueblos Blancos versetzt. 🙂

  

Abends lernte ich dann meine Gastgeber Alfredo, den Musiker, und Harry, seinen Freund und Mitbewohner aus Peru kennen. Das Haus, in das mich die beiden führten wirkte ein bisschen zusammen geschustert, aber hatte sonst keine wirklichen Auffälligkeiten. Innen kam aber die Überraschung, als Harry mir eröffnete, dass dies ein besetztes Haus sei. Elektrizitätsleitung angezapft, ein Kamin mit nem Backofengitterrost zum kochen und natürlich nur Wasser aus Kanistern. Ein Schock? Vielleicht ein bisschen, aber vielmehr ein Abenteuer, auf das ich mich einlassen wollte. Doch am ersten Abend war ich einfach nur hundemüde, da ich die Nacht zuvor am Flughafen in Weeze verbracht hatte und so schlief ich auch recht bald neben dem knisternden Feuer eingemümmelt in Harrys Schlafsack auf der Couch ein. Ohne den Schlafsack wäre ich wohl gestorben. Es war soooo kalt. Denn das Feuer war leider schnell nichts weiter als Asche und Ibiza im Winter kann doch kälter werden als gedacht.

Am nächsten Tag wollte ich etwas von der Insel sehen. Lieb wie die beiden sind, nahmen sie sich diesen Wunsch zu Herzen und so wanderten wir circa 6 Stunden lang an der Küste entlang die Felsen rauf und runter. Doch die Ausblicke waren einfach zu schön und in diesen Stunden wusste ich genau wieso ich diesen Flug gebucht hatte!! Ein Traum:

       

Nach diesem wunderschönen Tag musste natürlich gutes Essen folgen! Also beschloss ich kurzum ein leckeres Champignonrisotto über unserer Feuerstelle zu machen. Hmmm, lecker war’s. Nach dem Essen ging’s dann Richtung City zum Tanzen und außerdem noch in eine Bar, in der Musiker aftreten können. Das Konzept: Stell dich auf die Bühne und mach was! Total genial. Vor allem war eine Sängerin da, die hatte wirklich eine hamergute Stimme. Wenn’s nicht so kalt gewesen wär, wären wir bestimmt auch noch länger geblieben.

Am Sonntag hieß es dann erstmal ausschlafen. Doch nachdem es draußen wärmer als innen war, hielt es uns nicht allzu lang im Haus. Nach einer Kanisterduschaktion und Zähne putzen im T-Shirt auf der Veranda waren wir gegen 16h auch startklar. Diesmal gingen wir in die andere Richtung an der Küste entlang, um zu einem Punkt zu kommen, von dem aus man den Sonnenuntergang noch besser sieht.

 

Leider schafften wir es aber nicht rechtzeitig und fuhren per Anhalter zurück nach San Antonio. Die, die uns mitnahm, war total lieb und ganz tipico verabschiedeten wir uns beim Aussteigen mit einem Wangenkuss. Ich glaub, in Deutschland würde mich jeder für durch geknallt halten, wenn ich das machen würde. 😉 Zuhause angekommen, blieb nicht viel Zeit zum reden, da kurz darauf schon zwei Freunde der beiden Jungs aus Paraguay und Uruguay vorbei schauten. Zusammen sangen die vier dann lateinamerikanische Lieder und Alfredo spielte Gitarre während sich der Besuch in Percussion versuchte. Ein unvergesslicher Abend!! Als ihnen die Lieder ausgingen wurde das Wohnzimmer kurzum in eine Tanzfläche verwandelt und wir tanzten zu feinen House Sounds neben dem lodernden Kaminfeuer. Nachdem die beiden weg waren unterhielten wir uns noch lange bevor sich meine Gastgeber schließlich auch in ihre Betten begaben.

 

Alles in allem also ein überraschend anderes, aber unvergesslich schönes Wochenende!! Montag Morgen ging es dann bei 17°C gen Deutschland, wo ich bibbernd bei -3°C wieder zurück im Weißen landete.

Weihnachten verlief relativ unspektakulär, da ich eine knappe Woche das Bett hütete und meine Fernsehabstinenz, die ich in Hürth lebe, auszugleichen versuchte.

Über Silvester besuchte ich Isabel in München – eineinhalb Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Eine Schande! Dafür war’s um so schöner und wir feierten natürlich auch gut.

Doch schon am 01.01.10 musste ich wieder zurück nach Köln, da das große Fischenicher Neujahrsturnier anstand, bei dem ich als Tusse (so heißen wir Spielerinnen vom TuS Hürth) nicht fehlen durfte. Das erste Spiel unserer Gruppe hatten wir noch spielfrei, so dass ich auf die Frage einer anderen Mannschaft (Tach Post), ob ich aushelfen könne, einwilligte. Nach diesem Aushilfsspiel waren wir (Daumen dick) endlich an der Reihe. Stimmung: lustig wie immer bei Mixed-Turnieren! Irgendwie ergab es sich, dass Tach Post immer im Wechsel mit Daumen dick dran war und ich somit fast durch spielte (17 Sätze – einen musste ich aussetzen)! Wuhu, und das nach 2 Wochen Volleyballastinenz?! Das Ballgefühl war am Ende des Tages auf jeden Fall wieder da – die Knieschmerzen (von meinem Fahrradsturz) leider auch. Die wurden abends/nachts dann einfach weggetanzt. 🙂 Am nächsten Tag waren dann noch ein Gruppenspiel, Halbfinale und schließlich auch Finale mit meiner Mannschaft bzw. zwei Spiele mit Tach Post angesagt. 11 Sätze mal wieder…aaaaber SIEG!!! Yeah!! Coole Sache. Auch wenn ich am Schluss leider doch den Jungs mehr stellen musste. Wiederholung erwünscht 🙂

Nachdem ich meinen Muskelkater von diesem WE überwunden hatte, fuhr ich am Dienstag nach Frankfurt zum Bewerbungsgespräch. Daumen drücken!!! Mittwoch ebenfalls ein Gespräch – diesmal in Münster –> auch Daumen drücken. 😉

Und morgen geht’s dann nach Steckenborn zum Spieltag. Mal sehen, ob uns Daisy einen Strich durch die Rechnung macht?!

Am Sonntag findet wieder das Hochschulsport-Mixed-Turnier in Deutz statt. Ein Sieg dürfte diesmal allerdings nicht machbar sein. Aber darum geht’s ja auch nicht (immer) – Hauptsache es macht Spaß!!

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