1. Sylt Triathlon – „Nix für Softies“

Der Titel war Programm – nicht nur die Athleten betreffend, sondern auch oder vielmehr was die Orga angeht!

Nachdem mich Claudia vor etwa 3 Wochen fragte, ob ich denn auch mithelfen könne beim Triathlon war für mich klar, dass diese Frage mit JA beantworten werden müsse. Ich habe zwar noch nie bei einem Sportevent hinter den Kulissen mitgemacht, aber da ich später ja eh in dieser Branche Fuß fassen möchte, bot sich mir eine gute Gelegenheit, die Masterarbeit mit dieser einmaligen Erfahrung zu verbinden. Ich sagte also zu und wurde sofort nach meiner Ankunft vergangenen Mittwoch voll mit eingebunden. Zunächst fielen kleinere Dinge wie Transfers, Büroarbeit, Aufbauarbeiten, etc. an, doch gegen Ende hin wurde es dann noch richtig stressig. Kleine Pokerrunden und morgendliche Läufe kamen um das Event herum natürlich auch nicht zu kurz. Doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag (Sonntag war der Big Day) schlief ich gar nicht, da wir nachts um 3h (Ebbe!!) noch scharfkantige Austern aus dem Start-/Zielbereich entfernen mussten. Anschließend wurden die letzten Banner befestigt und Beachflags aufgestellt und dann ging es nach einer kurzen Dusche auch schon weiter zum Helfermeeting. Ich war für die Getränkeausgabe zuständig. Dumm nur, dass Gosch nichts von dem Wasser, das sie uns zur Verfügung stellen sollten, wusste. Dank zwei wirklich sehr netten Jungs konnte ich dann aber auch diese Angelegenheit regeln und der Wettkampf konnte beginnen. Die Sportler hatten Glück, denn Strömung und allzu viel Wind blieben an diesem Tag aus und später klarte es noch richtig schön auf! So konnte Faris Al-Sultan vor Jan Raphael und Nils Goerke bei strahlendem Sonnenschein ins Ziel einlaufen. Bei den Damen gewann Jenny Schulz vor Julia Bohn und Daniela Sämmler. Abends gab es für uns noch eine Helferparty, auf der ich aufgrund des extremen Schlafmangels allerdings nicht lange blieb.

  

Am Montag hieß es dann Abschied nehmen und weiter nach Hamburg für 1 Tag. Nach einer kleinen Bootstour auf der Außenalster und anschließendem Essen gehen in der Bullerei (Tim Mälzers Restaurant) klang der Tag dann am Elbstrand bei Blankenese aus. Genau das Richtige nach solch einer stressigen Zeit! Spontan ließ ich mich dann überreden, doch nicht mit dem Zug am Di. Morgen zurück nach Köln zu fahren, sondern noch mit an die Ostsee zu kommen. Das Ganze stand freilich unter der Bedingung, dass ich irgendwie heim kommen musste. Der Flug wurde also noch nachts gebucht und ab ans Meer hieß es am nächsten Tag! Ich muss sagen: Wow! Ich hätte wirklich nie gedacht, dass es solch schöne Flecken, die eher an Spanien oder Italien erinnern, in Deutschland gibt!! Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Doch am Abend kam dann der Schock, als mir am Schalter von AirBerlin gesagt wurde, dass kein Flugticket für mich bereit liegt. Als ich endlich im Casino Internetzugriff hatte wusste ich auch weshalb. In der Müdigkeit hatte ich für den falschen Tag gebucht! Eieiei… Doch nach Hause musste ich ja trotzdem. Also schnell bei Mitfahrgelegenheit gecheckt und ab zum Bahnhof. Im Zug lernte ich Simon, einen britischen Geschäftsmann, kennen. Er lachte sich halb kaputt als er meine Story hörte und befand kurzerhand am Bahnhof, dass er mir etwas Gutes tun müsse nach diesem ganzen Unglück: Er kaufte mir ein Zugticket nach Köln!!! Innerlich danke ich ihm immer noch!! Ein sehr feiner Zug. Leider war die Zugverbindung zu dieser späten Stunde nicht mehr wirklich gut und ich musste mich schon drauf vorbereiten ein Taxi nach Lindenthal zu zahlen. Tja, eigentlich ja ab Köln Hbf – doch wenn man dann genau diesen Halt verschläft und erst am Flughafen aussteigt, wartet man doch gerne nochmals 45min um 2:30h nachts auf die S-Bahn zurück zum Bahnhof. Tja, was soll ich noch sagen – gut dass ich über mich selbst lachen kann und Danke, Simon!!

 

Die nächsten Tage werde ich damit verbringen mich ordentlich in SPSS einzuarbeiten, um dann meine 104 Fragebögen (ca. 15 % der Anwesenden beim Event) auszuwerten. Doch auch ein bisschen Arbeit steht an. Am Samstag dann wieder ein Beachturnier und nachts geht es direkt weiter nach Berlin zur Schwimm-EM der Behinderten – einmal Eventler, immer Eventler?

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