Crazy…erste Olympische Distanz

Nachdem die letzten Beachturniere eigentlich recht gut gelaufen sind (knappes Double Out beim B-Turnier in Dortmund, 1. Platz beim TVA-Turnier Damen, 2. Platz beim C-Turnier in Dormagen und spontan noch Mixed eingesprungen und mit Jörg 10. von 34 beim TVA-Turnier Mixed) stand nun also mein Triathlon an. Da mich das Beachen, die Jobs und die Masterarbeit ehrlich gesagt deutlich mehr in Anspruch genommen hatten als gedacht fiel das Training hierfür gänzlich flach. Das letzte Mal schwimmen war ich im Juni und Laufen und Rad fahren hatte ich im August auch stark reduziert. Nach einem kurzen Probedurchlauf aller Disziplinen am warmen Freitag (einmal OW musste sein) war ich allerdings doch wieder positiv gestimmt. Und so sollte es denn nun auch sein.

Unglücklicherweise verfügt Zülpich über keinen Bahnhof und der Bus aus Hürth fährt sonntags natürlich nicht die volle Strecke. Also ab in den Zug nach Satzvey und erstmal knapp 9km zum Start geradelt. Alles easy. Aber schon auf dieser kurzen Strecke spürte man den starken Nordwestwind. 😦 Dort angekommen ging es also an den Check-In und auch recht bald ins Wasser. Trotz meines wohl etwas anderen Stils (komplett in Brust!) kam ich nicht als Letzte, sondern 82. raus aus dem doch recht frischen See. Da ich keinen Neo hatte ging der Wechsel auf’s Rad recht schnell und ich konnte mich schon bald an ein paar Jungs dran hängen (natürlich mit dem obligatorischen 10m-Windschatten-Abstand). Die Strecke war eigentlich recht angenehm, doch der Wind wehte stark, so dass man teilweise sogar bei leichtem Gefälle ordentlich treten musste. Nach etwa 12km wartete dann auch der fiese „Berg“ auf uns. Vermutlich könnte man es eher als Hügel bezeichnen und das Fehlen eines Tachos erlaubt mir auch nur Schätzungen über die Steigung, aber so 8% waren’s bestimmt. Das Gemeine war, dass sich der Anstieg recht lange zog. Doch wo es hoch geht, geht es auch wieder runter. Eine traumhafte Abfahrt machte die Quälerei wieder wett. Noch ein zweiter Durchlauf und vorbei an friedlich grasenden Kühen wieder zurück zur Wechselzone. Insgesamt keine so gute Radleistung (89.) Schnell ging es in die Laufschuhe. Und ja, auf dem ersten Kilometer spürte ich doch deutlich, dass ich nie den Wechsel trainiert hatte. Koppeltraining?! Ja, durchaus sinnvoll! Aber es ging dann ab KM 2 doch relativ gut. Nach zwei Schluck Iso bei der Versogungsstelle kurz nach KM 3 lief es dann endlich und ich fand meinen Rhythmus. Kurz nach dem es auf die zweite Runde ging sah ich eine weitere Triathleten meiner AK. Sie kam mir relativ langsam vor, so dass ich mich gleich ans Überholen machte. Dann musste ich mich aber sehr beherrschen, nicht alle Kräfte zu verpulvern und weiter mein Tempo zu laufen. Gesagt getan und kurz vor’m Ziel noch einen Herren überholt. So muss es sein (77.). Insgesamt wurde ich in 92., aber immerhin 7. Frau und mit lediglich eineinhalb Minuten Rückstand 2. meiner AK mit einer Zeit von 3:16:50. Potenzial scheint also vorhanden zu sein. Jetzt fehlt nur noch die Zeit ordentlich zu trainieren!! Mal sehen, es reizt mich aber schon jetzt auch einmal eine MD zu bestreiten.

Doch als nächstes stehen nur ein paar sebamed-Läufe in der näheren Umgebung und die Masterarbeit an. Ein paar Radtouren mache ich natürlich auch noch. Kommendes WE bin ich dann auf der Tour Natur in Düsseldorf beim Teneriffa Stand zu finden. 🙂 Außerdem avanciere ich gerade zur Impfweltmeisterin. 6 Spritzen in nur einem Monat bäää.

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