berghaus After Work Tour auf die Mariandlalm

Gestern war es wieder einmal soweit. Nachdem ich im vergangenen Jahr im September bereits einmal bei einer berghaus After Work Tour dabei war, wollte ich diesmal die Chance nutzen, dass der Termin auf ein Datum gelegt wurde, an dem mein Kalender noch keine weiteren Einträge zeigte. Mangels Auto entschied ich mich mit der stündlich verkehrenden BOB (Bayerische Oberlandbahn) von München nach Bayrischzell zu fahren und von dort weiter zum Ausgangspunkt im Ursprungstal zu laufen. Glücklicherweise herrscht hier stets ein leichtes Gefälle, was den Lauf doch recht angenehm begünstigte. Vorbei an einer kleinen Kneippanlage und zwei kleinen Wasserfällen läuft man stets parallel zur Tiroler Straße. Dieser muss man nur bis kurz hinter die Grenze nach Österreich folgen und schon landet man am Wanderparkplatz Trockenbachtal.

Bayrischzell mit Wendelstein

Ursprungstal

Hier hatten wir dann die Möglichkeit uns mit Testmaterial in Form von Bekleidung und Rucksäcken von berghaus, Barfußschuhen von Sole Runner und Stöcken von Leki einzudecken. Ich entschied mich für ein Paar Schuhe und eine Softshelljacke – und bereute es beim letzten Anstieg doch etwas keine Stöcke mitgenommen zu haben. Dank den leckeren und absolut natürlichen Riegeln von Chimpanzee starteten wir bestens gestärkt ins Aufwärmprogramm von Kniespezialist Bernhard Schwarz. Mit teils Partnerübungen zeigte er uns spielerisch die Grenzen unseres Gleichgewichts auf. Im Anschluss teilten wir uns dann in drei Gruppen à 7-10 Wanderwütige auf, die je von einem Guide begleitet wurden.

Testmaterial unter der Lupe

Motiviert vom letzten Wochenende lief ich vorne mit und lief und lief und lief – quasi barfuß. Die Schuhe – insofern man sie als solche bezeichnen kann – geben einem wirklich nur den minimalsten Schutz, so dass man sich an spitzen Steinen nicht verletzt. Doch gerade auf Schotterwegen spürt man wirklich jeden noch so kleinen Kiesel. Das ist definitiv sehr gewöhnungsbedürftig, aber keineswegs uninteressant. Manche Teilnehmer sprachen sogar von einer Art Fußmassage, die sie beim Gehen empfanden. Ich muss gestehen, dass es mir zwar großen Spaß bereitete mit diesen Schuhen zu gehen, insgesamt empfand ich gerade die Schotterwege als eher unangenehm und bevorzugte auf dem Rückweg meine Laufschuhe.

Weg zur Mariandlalm

Unser Weg führte uns zunächst über eine breitere Forststraße sanft bergauf. Durch ein Weidegatter gelangten wir schließlich auf einen schmaleren Pfad, der sich an diesem Tag vor allem zwischen den Kühen hindurch, am Berg entlang schlängelte. Später trafen wir wieder auf die Forststraße, überquerten diese kurz und erreichten über ein kurzes, etwas steileres Stück schließlich die Mariandlalm. Anstatt bereits nach den etwa 1:15h, die wir hierfür benötigten, schon einzukehren, erklommen wir in etwa weiteren 15min noch den Nesselberg. Wem das nicht reicht, hat von hier aus die Möglichkeit das Trainsjoch zu besteigen. Wir entschieden uns dann doch lieber für Abendbrot im Sonnenuntergang auf der Alm. Hier war ich dann doch froh, die Softshelljacke dabei zu haben. Nicht ganz so warm wie ein Fleece, aber keineswegs zu dünn – genau richtig also. Ich glaube, diese Jacke muss bald den Weg in meinen Kleiderschrank finden.

Weg zur Mariandlalm

Der Abstieg gestaltete sich im Vergleich zur anschließendem Rückfahrt als recht kurzweilig. Wenngleich man sicher etwas braucht, bis man „in den Bergen“ ist, so weiß ich es doch sehr zu schätzen, dass man einfach mal so an einem Donnerstagabend noch zu einer Alm mit einem solch schönen Ausblick wandern kann. Mehr und mehr lerne ich meinen nun nicht mehr ganz so neuen Wohnort zu schätzen. 🙂

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