Hamburg Marathon 2015

Da war er nun also, der D-Day oder auch Tag X. Am 26. April 2015 sollte sich zeigen, wie viel mit wenig Training drin ist. Oder wie viel bei Dauer(niesel)regen drin ist.

Hamburg Marathon

Nachdem ein guter Bekannter mir vom Hamburg Marathon vorgeschwärmt hatte und ich es nach Köln doch noch einmal wissen wollte, entschied ich mich bereits im Oktober 2014 für eine Anmeldung. Die moderaten 56,- € Anmeldegebühr taten ihr übriges. 😉

Über den Winter hinweg schaffte ich es einigermaßen zu trainieren, wenngleich es doch ein großer Unterschied zum Training im Sommer ist. Nicht nur, dass man entweder auf beleuchtete Laufstrecken oder Stirnlampe und v.a. warme Kleidung angewiesen ist. Nein, vielmehr macht sich die trübe Suppe hoch oben am Himmel im Training bemerkbar. Nicht umsonst werben zahlreiche Sportdestinationen mit der Sonne! Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das so viel ausmachen kann. Für mich persönlich steht nun fest, dass ein Frühjahrswettkampf maximal als Saisonstart dienen kann, jedoch nicht als das Highlight. Macht doch das Training in kurzer Kleidung und bei Sonne soooo viel mehr Spaß! Auch an richtig fieses Intervalle ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einfach nicht zu denken – naja, zumindest für mich nicht.

Als jetzt Anfang April die Sonne endlich richtig rauskam und alles um mich herum blühte und strahlte, merkte ich, wie sehr mir das Laufen in diesen Gefilden gefällt. Dank passender Musik ist dann auch tempomäßig einfach mehr drin. So drückte ich mich also vor der 4. Trainingseinheit und beschränkte mich auf eine schnellere, eine längere und eine Intervalleinheit pro Woche. Im Vergleich zu 2013, wo ich regelmäßig 4x pro Woche lief, also deutlich weniger. Entsprechend stellte ich mich auch ab Februar auf eine schlechtere Zeit ein. Doch beim Marathon geht es auch irgendwie nicht nur um die Zeit (wie bei so vielen 5-10km läufen). Es geht ums Ankommen, ums Lauf genießen, um die Gänsehaut, um die Leute um einen herum. Die Zeit ist zweitrangig. Und doch bin ich etwas gewurmt, dass am Ende die 3:45 und nicht noch die 44 auf dem Zähler stand.

Da is dat Ding!

Nach einer erholsamen Nacht in unserer AirBNB-Unterkunft in direkter Nähe zum Start-/Zielbereich an den Messehallen überlegte ich noch lange, welche Schuhe ich tragen würde. Dass es ein Fehler war, sich auf die Wetterapp zu verlassen (Tendenz: trocken), zeigte sich auf die Minute genau zum Start. 9 Minuten nachdem das Hauptfeld von Dannen gezogen war, begann es leicht zu regnen. Dass die Pure Connect von Brooks auf nassem Asphalt nicht die beste Wahl sind, hatte ich bereits im Training gemerkt. Und doch mag ich diese Schuhe so gern, dass ich mich vielleicht etwas zu blind auf die App verlassen habe. Ich hielt während des Rennens also stets nach möglichst griffigem Asphalt Ausschau, da die Sohle dieser Schuhe leider sehr rutschig sein kann.

Nachdem wir das erste Menschenspalier hinter uns gelassen hatten, ging es über die Reeperbahn gen Westen und in einer Schleife am Hafen vorbei zur Alster. Bis Kilometer 20 lief ich mich regelrecht in einen Rausch und konnte das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht bekommen. So toll war das Gefühl inmitten dieser Menschen durch Hamburg zu laufen – angefeuert von Tausenden Fans an der Strecke (denen das Schietwetter nicht zu schaffen machte). Nachdem ich auf Riegel oder ein vernünftiges Gel bei der Verpflegungsstelle gehofft hatte, ließ ich die Bananen aus und lief direkt einen Tisch weiter – nur um festzustellen, dass es ausschließlich Gel mit Espressogeschmack gab. Das ging in diesem Moment wirklich gar nicht. Umso toller, dass bereits ab Kilometer 23 die Fans an der Strecke Bananen und Wasser bereit hielten! Bis etwa Kilometer 39 gab es immer wieder an der Strecke selbst errichtete Verpflegungsstellen. Ein absolut nicht selbstverständlicher Traum! Einmal gab es sogar Bier. Das ließ ich dann aber doch lieber aus.

Leider machte sich dieses Verpflegungsloch ab Kilometer 25 bemerkbar und ich musste Tempo raus nehmen. Erst gegen Ende hin konnte ich wieder etwas Fahrt aufnehmen. Beim nächsten Mal (äh, habe ich gerade von einem nächsten Mal gesprochen???) werde ich dann wohl doch mal auf den Service der Eigenverpflegung zurückgreifen.

Just mit Überqueren der Ziellinie kamen dann auch die Schmerzen….jaja, da merkt man, dass ich etwas zu wenig trainiert hatte. Nach Köln hatte ich lange nicht solche Schmerzen. Doch ich bin zuversichtlich, dass das Treppensteigen morgen wieder besser klappt.

Training im HeilbronnerLand

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