Adventure Race Jena

Da war nun der Tag X gekommen. Das lang ersehnte zweite Adventure Race dieser Saison stand bevor. Nachdem wir uns noch kurzfristig Leihräder (vgl. vorheriger Beitrag) organisiert hatten, konnte es also losgehen. Nach einer mühsamen weil staureichen Fahrt zum Thüringer Meer, holten wir direkt am Abend noch das Roadbook und die Startnummern für das Adventure Race Jena ab. Wir starteten auch hier wieder in der Kategorie Challenger Mixed (ca. 74 km, 1.600 HM).

Nach gründlicher Lektüre war ich trotz der mieserablen Wetteraussichten sehr positiv gestimmt. Folgende Disziplinen sollten wir am nächsten Tag bewältigen: Schwimmen, Trekking/Trailrunning, MTB, Kajak, Rodeln, Orientierungslauf und Klettern. Wenn das mal nicht nach einem genialen Sporttag klingt!

Adventure Race Jena Ausrüstung

Bei gefühlten 14 Grad ging es dann morgens um 9 Uhr los. Gleich nach dem Start folgte ein kurzer Lauf, der uns zum Schwimmeinstieg brachte. Brrrrr – das Wasser war wirklich kalt – glücklicherweise aber doch nicht so schlimm wie ein Gebirgssee. Nachdem wir die Bleilochtalsperre überquert hatten warteten einige Checkpoints darauf von uns entdeckt zu werden. Leider stellten wir beim ersten Anlaufpunkt fest, dass wir unsere Karte zum Abstempeln verloren hatten. Kurzerhand musste ein anderes Papier herhalten. Wir planten nach der Schwimmrunde beim Veranstalter eine neue Karte zu erbitten. Aufgrund des dadurch entstehenden zu erwartenden Zeitverlusts ließen wir die optionalen Punkte in diesem Sektor links liegen und schwammen schnellstmöglich zurück. Beim Ausstieg aus dem Wasser brachten uns die Organisatoren die verloren geglaubte Karte wieder. Was für ein Glück!

Anschließend galt es eine MTB-Runde zu bewältigen. Da diese lange nicht so steil wie bei vergangenen Adventure Races war, kamen wir zügig voran. Dennoch entschieden wir uns die optionalen Punkte auszulassen und planten dafür, später alle Punkte beim Orientierungslauf zu holen. Die Radtour führte uns zum Kajakeinstieg. Bevor es aufs Wasser ging, mussten wir noch einen kurzweiligen Trailrun bewältigen. Dieser wurde gekrönt von einer Abfahrt auf der Sommerrodelbahn mit Zeitmessung. Der wohl coolste Teil des ganzen Rennens!

Adventure Race Jena MTB

Nachdem auch dieser Teil absolviert war, hieß es also paddeln. Auch hier war eine Zeitwertung angesetzt worden. Leider war das Ziel abweichend vom Kartenmaterial aufgestellt worden, weshalb wir wie auch einige andere Teams längere Zeit vergeblich nach dem Posten suchten. Anschließend mussten ein weiterer Punkt angefahren werden. Da mir bereits zu diesem Zeitpunkt extrem kalt (weil ziemlich nass) war, beschlossen wir abermals den optionalen Punkt auszulassen.

Eine weitere MTB-Runde führte uns zum Orientierungslauf. Diesen meisterten wir zunächst recht zügig – bis wir völlig die Orientierung verloren…merke: Abkürzen ist nicht immer gut. Nachdem wir über eine halbe Stunde umhergeirrt waren, konnten wir in der Ferne ein weitere Team erblicken und zu diesem aufschließen. Wir waren tatsächlich aus dem uns augehändigten Kartenausschnitt heraus gelaufen – kein Wunder, dass wir den Weg nicht mehr fanden. Zwar holten wir noch alle Punkte, doch zu diesem Zeitpunkt war bereits abzusehen, dass unsere Zeit nicht sonderlich gut würde.

Adventure Race Jena Trailrun

Das Schicksal meinte es nicht gut mit uns und so verfuhren wir uns ebenfalls prompt auf der folgenden MTB-Etappe. Dieser weitere Zeitverlust war nun wirklich nicht mehr aufzuholen. Doch bei solch einem Rennen geht es ja auch nicht nur um die Zeit – wie wir später schmerzlich feststellen sollten. Am Klettergarten angekommen galt es einen Parcours zu überwinden. Gut, dass wir sogar diesen Sommer im Klettergarten gewesen und so zumindest etwas trainiert waren. Da das schwerste Hindernis allerdings nicht das Letzte sondern bereits das Vierte war, musste ich hier leider passen. Dirk absolvierte alle Hindernisse mit Bravour.

Die anschließende MTB-Etappe brachte uns dann schließlich wieder zurück zum Start, wo wir glücklicherweise gerade so zum Ende der Dämmerung eintrafen. Noch ein Rennen wie Oberhof (vgl. Bericht vom letzten Jahr) brauchten wir dann doch nicht. 😉

Nach Auszählung der Ergebnisse erfuhren wir, dass wir auf dem 7. Platz gelandet waren. Unser bisher schlechtestes Ergebnis. Doch wir haben gelernt: Jedes Rennen ist anders – jedes Rennen folgt „seinen“ Spielregeln. Während wir in Burghausen viel taktieren mussten, wäre es hier sinnhaft gewesen schneller zu laufen/fahren und v.a. alle optionalen Punkte anzulaufen. Nächstes Mal dann!

Das war wohl nix

Gelohnt hat es sich aber trotzdem – nicht nur wegen der tollen Organisation und der wirklich gelungenen Tourenplanung. Wir wurden auch im Rahmen der German Adventure Race Serie geehrt. Denn hier erreichten wir den 2. Platz! Ein kleiner Trost also. Nun werden wir uns erst einmal um neue Räder kümmern und dann wieder fleißig trainieren. Das kommende Jahr wartet mit spannenden Rennen auf!

2. Platz

Auch möchte ich an dieser Stelle einen Dank aussprechen: Das Adventure Race Schwarzwald hat uns diese Saison nicht nur mit Bekleidung und Material unterstützt, sondern ermöglichte uns auch die Teilnahme an diesem schönen zweiten Rennen! Ich hoffe von ganzem Herzen, dass das AR Schwarzwald im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden kann. Wir sind sicher und gerne dabei!!

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