Wo bin ich? Ein Fahrradunfall und seine Folgen.

Als im Exil lebende Ex-Kölnerin zieht es mich mindestens einmal im Jahr in die Stadt met K. Überwiegend finden diese Besuche in der kalten Jahreszeit statt. Denn wenn es draußen ungemütlich wird, machen es sich die Kölner innerlich warm. Sicher auch mit etwas Kölsch, doch viel mehr meine ich im Herzen warm – und v.a. bunt!

Die vielleicht nicht schönste, aber beste (weil offenherzig und herzlich) aller Städte versteht es ihre Bewohner für drei Monate im Jahr in einen Ausnahmezustand zu versetzen. So auch am 11.11.2015 mal wieder. Nachdem mich in diesem Jahr die Kreativität verlassen hatte, fuhr ich kurzerhand zu eine Outlet in der Nähe meines neuen Wohnortes. Ja, auch in Baden-Württemberg gibt es eine gar nicht schlechte Auswahl an Kostümen. Glücklicherweise fand mich dort ein schickes blaues Kleidchen samt Haarreif. Kekse mochte ich ja schon immer. 😉

Ich will Kekse

Als Krümelmonster machte ich dann zusammen mit den Mädels eine Kneipe auf der Berrenrather unsicher. Da ich tags zuvor noch etwas shoppen war und es nachts bereits wieder zurück in den Süden gehen sollte, musste ich das Feiern frühzeitig beenden und noch schnell eine Hose abholen. Dank der Deutschen Bahn stand mir in der Nähe ein Rad zur Verfügung, mit dem ich gerade noch so an dem Laden ankam. Leider öffnete niemand und ich fuhr zurück, um meine Tasche aus der Wohnung zu holen. Leider kam ich dort jedoch nie an.

Seid ihr schon einmal irgendwo aufgewacht und wusstet nicht, wo ihr euch befindet? Eine sehr unschöne Erfahrung, die man nicht gemacht haben muss! Nachdem ich festgestellt hatte, dass es mir soweit gut ging, ließ ich mir mein Handy geben – nur um festzustellen, dass ich etwa vier Stunden „weg“ war und meinen Zug verpasst hatte. Nachdem ich mich kurzerhand entschlossen hatte umgehend zu meiner Freundin zu fahren und den nächsten Zug zu nehmen, versuchte ich allmählich den Abend zu rekonstruieren. Ich erinnerte mich an die Fahrradfahrt, jedoch nicht an meine Ankunft im Krankenhaus.

Nachdem meine Kopfschmerzen des Schädelhirntraumas zu stark waren, um in die Arbeit zu fahren, telefonierte ich sozusagen meinem Leben hinterher. Ich war wohl ganz in der Nähe der Wohnung so unglücklich gestürzt, dass ich eine Gehirnerschütterung erlitt. Als Schutzmechanismus zeichnet das Gehirn in solchen Fällen bewusst keine Erinnerung auf. Der behandelnde Arzt versicherte mir, dass ich während der Behandlung bei vollem Bewusstsein war. Ich kann bis heute jedoch nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt, sich an all dies nicht zu erinnern!

Der Auslöser für den Sturz waren übrigens in eine Rampe eingelassene Treppenstufen, die im Dunkeln nicht wirklich ausgeleuchtet sind. Alles in allem ist mir glücklicherweise nichts Schlimmes passiert und ich war schnell wieder fit. Doch die Erinnerung wird wohl nie zurückkehren.

PS: Wer mich kennt, weiß, dass ich immer mit Helm fahre. Dieses eine Mal hatte ich jedoch keinen auf (und auch nicht dabei) – ein fataler Fehler, der mir sicher nicht noch einmal passieren wird. Deshalb eine Bitte: Fahrt immer mit Helm, denn ihr wisst nie, was passieren wird. Häufig ist man selbst ja völlig unschuldig.

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