Ich hab keine Zeit für’s Training…

Zwischen Arbeit, Haushalt und Familie bleibt mir nicht genügend Zeit, richtig zu trainieren. Die wenige freie Zeit möchte ich mit meinen Liebsten verbringen und die machen leider keinen Sport.

Wenn ich solche Aussagen höre, muss ich immer einhaken. Denn meines Erachtens ist es vor allem eine Frage des Wollens (und der Organisation). Wenn ich tatsächlich trainieren möchte, eventuell sogar ein spezielles Ziel, einen Wettkampf vor Augen habe, gibt es eine Möglichkeit die dafür benötigte Zeit zu finden. Ich gebe zu, dass es sicher einiger zeitlicher Flexibilität und Umstellung bedarf. Doch hier bewahrheitet sich das oftmals zitierte „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Radfahren im Alltag

Wie das Ganze in der Praxis aussehen kann, möchte ich bezogen auf die typischen Ausdauersportarten, also Laufen, Radfahren und Schwimmen vorstellen. Besonders das Schwimmen jedoch ist ebenso mit etwa einem Besuch im Fitnessstudio, Crossfitboxen oder auch dem eigenen Training zuhause (z.B. Freeletics oder Kraftraum) vom zeitlichen Bedarf her gleich zu setzen. Hierzu demnächst Woche mehr!

Doch zunächst zum Laufen und Radfahren. Der Vorteil dieser beiden Sportarten liegt in der Bewegung von A nach B. Ich kann beides also wunderbar statt einer Autofahrt, Bus- oder Zugfahrt machen. Selbstverständlich meine ich damit nicht, dass man eine komplette Fahrt von heute auf morgen durch einen Lauf oder eine Radfahrt ersetzen kann. Es bedarf einiger Planung und auch der richtigen Ausrüstung. Gerade wer mit dem ÖPNV unterwegs ist, kann schauen, ob die Möglichkeit einer kostenfreien Radmitnahme besteht. Dann kann bspw. die Hinfahrt mit dem Rad, die Rückfahrt öffentlich erfolgen. Oder umgekehrt. Wer trainierter ist und keinen zu langen Arbeitsweg hat, ersetzt die Fahren einfach ein oder mehrmals die Woche komplett mit dem Rad. Beim Laufen hingegen können eine oder mehrere Haltestellen durch einen Lauf ersetzt werden.

Sicher sind gewisse Ausrüstungsgegenstände wie eine gute Fahrradbeleuchtung (zur dunkleren Jahreszeit) oder ein bequemer Laufrucksack bei dieser Art von Training essenziell. Auch eine Dusch- oder zumindest Umkleidemöglichkeit beim Arbeitgeber ist eine zwingende Voraussetzung für morgendlichen Sport. Meist ist diese aber gegeben, manchmal muss man sich nur entsprechend informieren oder nachhaken.

Nightbike

Das praktische dabei: Ich verliere weniger Zeit, als wenn ich zusätzlich zur Hin- & Rückfahrt zur Arbeit noch trainieren würde. Mal von den vielen anderen Faktoren wie etwa, die Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, abgesehen. Mir persönlich geht es zudem so, dass ich – zumindest gefühlt – mit einem noch klareren Kopf im Büro „ankomme“.

Radstrecke zur Arbeit

Bei den Autofahrern hingegen ist etwas mehr Organisation im Vorfeld gefragt. Vielleicht kann ich ja das Rad im Auto mitnehmen, einmal abends zurück und am nächsten Morgen wieder zur Arbeit hinfahren? Oder ich fahre eine gewisse Strecke mit dem Rad und den Rest mit dem Auto? Zuletzt genanntes bietet sich ebenso laufend an.

Eine weitere Möglichkeit ist das Training in der Mittagspause. Sofern diese auf bis zu eine Stunde ausgedehnt werden kann, bieten sich ein schneller Lauf oder eine Intervallserie an. Mit dem Rad macht dies nur Sinn sofern die Arbeitsstätte außerhalb einer großen Stadt liegt, so dass idealerweise keine Ampeln wertvolle Trainingsminuten rauben können.

Intervalltraining

Ich selbst habe mich zunächst einmal mit entsprechender Kleidung (dicke Handschuhe, Überschuhe, Winterradhose, weitreichendes Licht) eingedeckt und gebe zu, dass es morgens freilich eine Überwindung ist. Das Radfahren gibt mir jedoch so viel zurück, dass das frühe Aufstehen schnell wieder wett gemacht wird. Und es ist ja eigentlich auch „nur“ eine Stunde eher, die ich dann eben früher ins Bett muss. Ich freue mich zumindest jetzt schon, beim Velothon in Berlin fit an den Start zu gehen.

Mittags laufe ich je nach Terminplan und Lust und Laune unregelmäßig, doch wenn dann ganz bewusst. Denn das ist stets das wichtigste, oder?

Alltagsradler in der Sonne

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