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Karwendelmarsch 2016 – mein erster Ultra

Vor gut zwei Monaten war ich auf der Hochzeit einer Freundin, mit der ich in München regelmäßig laufen war. Unter den Gästen befanden sich weitere Läuferinnen, die im Laufe des Abends begannen vom Karwendelmarsch 2015 zu schwärmen. Einige von ihnen sowie Braut und Bräutigam waren bereits angemeldet für dieses Jahr und so entschloss ich mich spontan auch mitzulaufen.

Karwendelmarsch am Morgen

Marsch klingt zunächst fast ein wenig militärisch. Dabei geht es bei dieser Veranstaltung vor allem um den Genuss mit allen Sinnen. An den Labstationen (Verpflegungsstellen) werden ausschließlich Bioprodukte gereicht, im Ziel wartet – neben der Medaille – eine wohltuende Massage mit Tiroler Steinöl und für’s Auge bietet der Achensee kristallklares Türkis schimmerndes und sehr erfrischendes Wasser.

Nebelauen im Karwendel

Das ursprüngliche Weitwanderevent wurde vor wenigen Jahren um den Karwendellauf erweitert. Die Wanderer können zwischen 35km und 52km wählen während die Läufer die volle Distanz absolvieren müssen. An allen Stationen gibt es einen Stempel, der für die Wanderer verpflichtend ist. Als Läufer hab ich sie trotzdem alle gesammelt. 😉 Neben den Stempeln gibt es stets Wasser, leckeren Holundersaft, Tee, Äpfel, Bananen und je nach Station Riegel, Suppe, Brot. Nur in der Eng (nach 35 km) gibt es die göttliche Heidelbeersuppe. Das ist wohl Absicht, denn gäbe es die an jeder Station würde man erst gar nicht bis dorthin kommen, so lecker ist die.

Kuh in der Morgensonne

Doch die Suppe muss man sich hart erarbeiten. Zwei Gipfel und zwei Downhills gilt es zu bezwingen auf dem Weg dorthin. Und von der Suppe gestärkt wartet der letzte Gipfel mit einem weiteren Downhill auf die Teilnehmer.

Karwendelmarsch Gehstrecke

Das schreibt sich nun alles sehr leicht, doch so leicht war das Ganze nun doch nicht. Im Vorfeld hatte ich Mühe die Veranstaltung einzuschätzen, bin ich doch bisher gerade mal zwei Marathons (2013, 2015) gelaufen. Im vergangenen Jahr hatte ich mal privat einen Berglauf gemacht, was ganz gut ging. Dank der Anmeldung versuchte ich einigermaßen oft in den Weinbergen zu laufen – denn eines ist es nicht im Ländle: flach. Doch ein Motivationsloch ließ nur einen wirklich langen Lauf im Vorfeld zu. Ich sagte mir immer wieder, dass ich ja auch viel wandern müsse und die langen Läufe vielleicht gar nicht so wichtig seien. Das beste Training war zweifelsohne das Adventure Race im Bayerischen Wald Anfang August. Hier liefen wir verteilt auf zwei Tage auch um die 30 Kilometer (immer wieder unterbrochen von anderen Fortbewegungsarten) und die vor allem im hügeligen Gelände.

Karwendelmarsch am Vormittag

Training hin oder her, am Freitag holten wir also unsere Startunterlagen ab und packten unsere Trinkrucksäcke. Dank bombastischer Wettervorhersage wurde tatsächlich überhaupt keine wärmende Kleidung benötigt – der Rucksack also etwas leichter. Ich nahm mir neben einem Erste-Hilfe-Pack noch ein Gel und natürlich meine Kamera mit. Die ersten beiden Verpflegungsstationen liegen bei knappen 10 und 20 Kilometern, die folgenden 8 kommen im 2-5 Kilometer-Rhythmus. Entsprechend würde ich stets etwas für den ersten Wegteil einpacken.

Ausblick beim Lauf

Um 6 Uhr am Samstagmorgen fiel dann der Kanonenschuss bzw. unser Startschuss. 2.500 Teilnehmer hatten sich angemeldet, davon etwa 800 Läufer, davon wiederum 20% Frauen. Die ersten 15 Kilometer lassen sich recht gut laufen bevor es doch etwas steiler wird und man in den schnellen Gehschritt verfällt. Nach der zweiten Verpflegung wartet dann ein sehr gut zu laufender Downhill, der sich länger zieht als gedacht. Doch durchweg flowig und sehr angenehm zu laufen – bevor der zweite Anstieg wartet. An der Labstation etwas gestärkt geht es zunächst etwas bergab bevor es wieder marschierend hinauf geht. Der dritte Downhill ist für mich zu anpruchsvoll und ich muss lange gehen. Ich mag es überhaupt nicht hinunter zu gehen und vermisse meine Stöcke, die ich spontan am Morgen doch lieber zuhause gelassen hatte. Doch am Ende dieses Abstiegs wartet ja die über die Grenze hinweg bekannte Heidelbeersuppe. Bereits beim Verzehr spüre ich zwar die Kraft, die sie mir verleiht, aber auch den Muskelkater, der sich bereits ankündigt.

vor dem letzten Anstieg

Doch wir müssen noch einen sehr langen Anstieg bewältigen bevor es hinab gen Ziel und Massage geht. Das Terrain ist steil. Zu steil zum laufen, weshalb ich wieder marschiere. Auch bergab muss ich zunächst gehen, da es ziemlich steil hinunter geht. Einige „Bergziegen“ fliegen über den Trail und ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ich staune sowieso bereits das ganze Rennen. Die Landschaft ist so unglaublich schön und sehr vielseitig. Morgens erleben wir von der Sonne angestrahlte und im warmen Rot schimmernde Felsen, mystische Nebelfelder im Tal, einige Kühe und vor allem viel Sonne.

Bergweide

Bereits gegen 8 Uhr spürten wir wie heiß es werden sollte. Hatte ich aufgrund des Tempos auf allen Anstiegen Glück Schatten zu finden, mussten die Wanderer in der prallen Sonne hinauf! Mein letzter Downhill führt mich zunächst sehr steil zur Labstation 9,6 km vor dem Ziel und dann laufbar weiter hinab. Bergab fliege ich nun über die Schotterwege, Wiesen und auf den letzten 7 Kilometern über den Asphalt. Wahnsinn wie das rollt! Das Dauergrinsen ist zu diesem Zeitpunkt doch einem zwar noch freudigen, aber auch langsam leidenden Gesicht gewichen. Nun wird es wirklich hart! Doch spätestens nachdem man den letzten Minianstieg in Pertisau überwunden hat, kommt das Strahlen schnell zurück. Nur noch 1 Kilometer und ich habe es geschafft. Freudig und mit einer ordentlichen Gänsehaut (wohl vor Freude und Respekt) laufe ich um 12:43 Uhr durch den Zielbogen. Wow! Was für ein Gefühl. Und das Grinsen bleibt noch lange in meinem Gesicht. Zwar schmerzen die Beine, aber hey, ich bin soeben meinen ersten Ultra gelaufen – so what. Als ich später auf die Ergebnislisten schaue, staune ich nicht schlecht. Ich bin immerhin 9. in meiner Altersklasse und 29. Frau geworden. Auch insgesamt schneide ich mit Rang 217 überraschend gut ab. Das macht direkt Lust auf mehr!

Finishermedaille Karwendellauf

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Getränke bei Ausdauersport

Kennt ihr das Problem der richtigen Getränkewahl vor, während und nach dem Wettkampf?

Wenn wir gut auf unseren Körper hören, sagt er uns in der Regel ja, was er gerade benötigt. Manchmal schummelt er allerdings auch und macht uns etwas vor. Ein wenig Planung und Wissen ist also gerade bei längeren Ausdauerleistungen oder auch unter extremen Umständen wie Hitze oder Kälte wichtig.

Vor dem Wettkampf solltet ihr immer ausreichend, aber nicht zu viel trinken. Vor dem Start ist man ja meistens eh nervös genug, so dass auch ohne übermäßigen Getränkekonsum der ein oder andere sicher häufiger als üblich das stille Örtchen besuchen muss. Von Kaffee, schwarzem Tee oder stark zuckerhaltigen Getränken würde ich absehen, da hier die Wirkung meist nach einiger Zeit recht abrupt aufhört und ihr dann ggf. in ein Loch „fallt“. Ich nehme mir meist einen Becher Wasser von der (meist schon aufgebauten) Zielverpflegung mit, das ist (selbstverständlich nach einem Wettkampf-Frühstück) völlig ausreichend.

Abkühlung

Während des Wettkampfs versuche ich vor allem auf meinen Körper zu hören. Meist wünscht er sich jedoch nur Wasser, weshalb ich mich beim Laufen ab Kilometer 10, beim Radfahren meist ab etwa 30 Kilometern zwinge auch immer etwas isotonisches wie Schorle oder Sportgetränke zu trinken. Gerade bei heißen Temperaturen ist dies besonders wichtig, da der Körper über den Schweiß viele Nährstoffe verliert, die über eine reine Wasseraufnahme nicht zurückgeführt werden. Vor allem beim Marathon oder einer Mitteldistanz schreit mein Körper gegen Ende hin sogar nach zuckerhaltigen Getränken wie Cola. Diese gönne ich mir dann auch, jedoch immer in Maßen, um keinen „Zuckerschock“ zu bekommen. Genauso wichtig wie die Aufnahme von Getränken ist bei heißen Temperaturen übrigens auch die aktive Unterstützung bei der Kühlung. Ich schnappe mir hierfür immer einen Schwamm oder zur Not kommt eben ein Wasserbecher über den Kopf.

Alkoholfreies Bier

Nach dem Wettkampf hingegen habe ich meist Lust auf etwas Herzhaftes, weshalb ich alkoholfreies Bier zu meinem absoluten Favoriten auserkoren habe. Am liebsten mag ich persönlich das Erdinger Alkoholfrei, das ist aber sicher (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschmackssache. Ein ganzes Glas reicht mir völlig; mehr oder etwas anderes möchte mein Körper gar nicht. Dass Bier das ideale natürliche und nährstoffreiche Getränk ist wussten ja bereits die Mönche. Im Sport empfiehlt sich dann aufgrund des Alkohols und des darin enthaltenen Zuckers doch eher die alkoholfreie Variante. 😉

Die Gewinner stehen fest!

Ich freue mich, verkünden zu dürfen, wer die Startplätze für den Velothon in Berlin und die Cyclassics in Hamburg gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch an Nadine (Rookie-Programm + Start bei den Cyclassics), Sabine (Start bei den Cyclassics), Mathias (Start beim Velothon) und Bernd (Start bei den Cyclassics).

Velothon Berlin

Allen, die leider leer ausgegangen sind, möchte ich dringend ans Herz legen, dennoch mitzukommen zu diesen beiden tollen Rennen! Wer mit seiner Anmeldung ohne Mehrkosten etwas Gutes tun möchte, verwendet im Feld „Gemeinsamer Start“ der Anmeldemaske folgenden Code: BA16-018-SANDRA_H. Für jede Anmeldung spende ich 10 € an das Projekt Fahrräder für Flüchtlinge in Plieningen-Birkach bei Stuttgart. Alle Details könnt ihr hier nachlesen.

Cyclassics

Radelnd Gutes tun

Zwar ist es etwas ruhiger geworden doch wir stecken immer noch mitten in der Flüchtlingskrise. Viele Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil es dort keine Lebensperspektive für sie gibt. Allein die Vorstellung, mit nichts als einer kleinen Tasche ins weite Unbekannte zu fliehen ist für mich schrecklich.

Sich ein neues Leben in einem neuen Land aufzubauen ist nicht einfach, vor allem, wenn man nicht mobil ist. Aus diesem Grund unterstützt der Freundeskreis Flüchtlinge Plieningen-Birkach die dort wohnenden Flüchtlinge mit einer Fahrradwerkstatt. In dieser werden alte Räder von und mit den Flüchtlingen wieder fit gemacht und an die Bewohner ausgegeben. Außerdem dient die offene Werkstatt als Treffpunkt – auch für Nicht-Fahrradinteressierte. Mehr zum Spendenprojekt erfahrt ihr im Flyer Fahrräder für Flüchtlinge.

Freundeskreis Flüchtlinge

Da laufend Ersatzteile beschafft und außerdem Unterstellanlagen in der Wohnanlage, die erweitert wurde, gebaut werden müssen, unterstütze ich den Freundeskreis mit 10 € pro Anmeldung für den Velothon Berlin oder die Cyclassics Hamburg. Zur Rückverfolgung muss folgender Code bei der Anmeldung unter „Gemeinsamer Start“ eingegeben werden: BA16-018-SANDRA_H. Hier noch ein kleiner Screenshot dazu:

Screenshot_Anmeldemaske

Und hier die ausführliche Anleitung:

  1. Ihr erstellt ein Benutzerkonto, um euch für den Velothon oder die Cyclassics anzumelden.
  2. Wenn ihr nach einer Sonderwertung gefragt werdet, gebt ihr an „Keine Nebenwertung gewünscht“.
  3. Dann habt ihr die Möglichkeit einen Gemeinsamen Start anzugeben. Hier gebt ihr den oben genannten Code ein.
  4. Ganz am Schluss bei Teilnehmer werben Teilnehmer setzt ihr noch einen Haken und das war’s.

Ich würde mich freuen, wenn ihr das Projekt gemeinsam mit mir unterstützt! Nach den jeweiligen Rennen, werde ich hier kurz berichten, wie viel Geld zusammen gekommen ist und was damit genau geschieht.

Startplatzverlosung & Rookie-Programm Velothon & Cyclassics

Ich freue mich als Brand Ambassador Startplätze für den Velothon in Berlin am 19. Juni und die Cyclassics in Hamburg am 21. August verlosen zu dürfen. Die Distanzen sind hierbei jeweils frei wählbar.

Zur Verlosung

Hand loose

Zudem werde ich als vom Württembergischen Radsportverband zertifizierte D-Trainerin einen Rookie-Kurs für zwei Rennradneulinge „Von 0 auf 50“ im Raum Heilbronn anbieten. Ziel ist die Teilnahme an den Cyclassics in Hamburg. Auch diese beiden Startplätze und die Teilnahme am Rookie-Programm werden verlost.

Zur Verlosung

Cyclassics Bibshort

Das Rookie-Programm „Von 0 auf 50“ startet im Juni und führt in 6 bis 8 Trainingseinheiten je am Mittwochabend in die Fahrtechnik ein. Neben individuellen Trainingstipps steht der gemeinsame Spaß am Radeln durch die Weinberglandschaft rund um Heilbronn im Vordergrund. Die Teilnahme an den Trainingsausfahrten erfolgt auf eigene Gefahr. Ein funktionstüchtiges Rennrad und ein sicherer Helm sind Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Verlosung der Startplätze und der Plätze im Rookie-Programm erfolgt im Zeitraum 11. April bis 22. Mai 2016. Die Gewinner werden am 23. Mai kontaktiert. AGB

Training for Cyclassics

Ich hab keine Zeit für’s Training…

Zwischen Arbeit, Haushalt und Familie bleibt mir nicht genügend Zeit, richtig zu trainieren. Die wenige freie Zeit möchte ich mit meinen Liebsten verbringen und die machen leider keinen Sport.

Wenn ich solche Aussagen höre, muss ich immer einhaken. Denn meines Erachtens ist es vor allem eine Frage des Wollens (und der Organisation). Wenn ich tatsächlich trainieren möchte, eventuell sogar ein spezielles Ziel, einen Wettkampf vor Augen habe, gibt es eine Möglichkeit die dafür benötigte Zeit zu finden. Ich gebe zu, dass es sicher einiger zeitlicher Flexibilität und Umstellung bedarf. Doch hier bewahrheitet sich das oftmals zitierte „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Radfahren im Alltag

Wie das Ganze in der Praxis aussehen kann, möchte ich bezogen auf die typischen Ausdauersportarten, also Laufen, Radfahren und Schwimmen vorstellen. Besonders das Schwimmen jedoch ist ebenso mit etwa einem Besuch im Fitnessstudio, Crossfitboxen oder auch dem eigenen Training zuhause (z.B. Freeletics oder Kraftraum) vom zeitlichen Bedarf her gleich zu setzen. Hierzu demnächst Woche mehr!

Doch zunächst zum Laufen und Radfahren. Der Vorteil dieser beiden Sportarten liegt in der Bewegung von A nach B. Ich kann beides also wunderbar statt einer Autofahrt, Bus- oder Zugfahrt machen. Selbstverständlich meine ich damit nicht, dass man eine komplette Fahrt von heute auf morgen durch einen Lauf oder eine Radfahrt ersetzen kann. Es bedarf einiger Planung und auch der richtigen Ausrüstung. Gerade wer mit dem ÖPNV unterwegs ist, kann schauen, ob die Möglichkeit einer kostenfreien Radmitnahme besteht. Dann kann bspw. die Hinfahrt mit dem Rad, die Rückfahrt öffentlich erfolgen. Oder umgekehrt. Wer trainierter ist und keinen zu langen Arbeitsweg hat, ersetzt die Fahren einfach ein oder mehrmals die Woche komplett mit dem Rad. Beim Laufen hingegen können eine oder mehrere Haltestellen durch einen Lauf ersetzt werden.

Sicher sind gewisse Ausrüstungsgegenstände wie eine gute Fahrradbeleuchtung (zur dunkleren Jahreszeit) oder ein bequemer Laufrucksack bei dieser Art von Training essenziell. Auch eine Dusch- oder zumindest Umkleidemöglichkeit beim Arbeitgeber ist eine zwingende Voraussetzung für morgendlichen Sport. Meist ist diese aber gegeben, manchmal muss man sich nur entsprechend informieren oder nachhaken.

Nightbike

Das praktische dabei: Ich verliere weniger Zeit, als wenn ich zusätzlich zur Hin- & Rückfahrt zur Arbeit noch trainieren würde. Mal von den vielen anderen Faktoren wie etwa, die Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, abgesehen. Mir persönlich geht es zudem so, dass ich – zumindest gefühlt – mit einem noch klareren Kopf im Büro „ankomme“.

Radstrecke zur Arbeit

Bei den Autofahrern hingegen ist etwas mehr Organisation im Vorfeld gefragt. Vielleicht kann ich ja das Rad im Auto mitnehmen, einmal abends zurück und am nächsten Morgen wieder zur Arbeit hinfahren? Oder ich fahre eine gewisse Strecke mit dem Rad und den Rest mit dem Auto? Zuletzt genanntes bietet sich ebenso laufend an.

Eine weitere Möglichkeit ist das Training in der Mittagspause. Sofern diese auf bis zu eine Stunde ausgedehnt werden kann, bieten sich ein schneller Lauf oder eine Intervallserie an. Mit dem Rad macht dies nur Sinn sofern die Arbeitsstätte außerhalb einer großen Stadt liegt, so dass idealerweise keine Ampeln wertvolle Trainingsminuten rauben können.

Intervalltraining

Ich selbst habe mich zunächst einmal mit entsprechender Kleidung (dicke Handschuhe, Überschuhe, Winterradhose, weitreichendes Licht) eingedeckt und gebe zu, dass es morgens freilich eine Überwindung ist. Das Radfahren gibt mir jedoch so viel zurück, dass das frühe Aufstehen schnell wieder wett gemacht wird. Und es ist ja eigentlich auch „nur“ eine Stunde eher, die ich dann eben früher ins Bett muss. Ich freue mich zumindest jetzt schon, beim Velothon in Berlin fit an den Start zu gehen.

Mittags laufe ich je nach Terminplan und Lust und Laune unregelmäßig, doch wenn dann ganz bewusst. Denn das ist stets das wichtigste, oder?

Alltagsradler in der Sonne

Wo bin ich? Ein Fahrradunfall und seine Folgen.

Als im Exil lebende Ex-Kölnerin zieht es mich mindestens einmal im Jahr in die Stadt met K. Überwiegend finden diese Besuche in der kalten Jahreszeit statt. Denn wenn es draußen ungemütlich wird, machen es sich die Kölner innerlich warm. Sicher auch mit etwas Kölsch, doch viel mehr meine ich im Herzen warm – und v.a. bunt!

Die vielleicht nicht schönste, aber beste (weil offenherzig und herzlich) aller Städte versteht es ihre Bewohner für drei Monate im Jahr in einen Ausnahmezustand zu versetzen. So auch am 11.11.2015 mal wieder. Nachdem mich in diesem Jahr die Kreativität verlassen hatte, fuhr ich kurzerhand zu eine Outlet in der Nähe meines neuen Wohnortes. Ja, auch in Baden-Württemberg gibt es eine gar nicht schlechte Auswahl an Kostümen. Glücklicherweise fand mich dort ein schickes blaues Kleidchen samt Haarreif. Kekse mochte ich ja schon immer. 😉

Ich will Kekse

Als Krümelmonster machte ich dann zusammen mit den Mädels eine Kneipe auf der Berrenrather unsicher. Da ich tags zuvor noch etwas shoppen war und es nachts bereits wieder zurück in den Süden gehen sollte, musste ich das Feiern frühzeitig beenden und noch schnell eine Hose abholen. Dank der Deutschen Bahn stand mir in der Nähe ein Rad zur Verfügung, mit dem ich gerade noch so an dem Laden ankam. Leider öffnete niemand und ich fuhr zurück, um meine Tasche aus der Wohnung zu holen. Leider kam ich dort jedoch nie an.

Seid ihr schon einmal irgendwo aufgewacht und wusstet nicht, wo ihr euch befindet? Eine sehr unschöne Erfahrung, die man nicht gemacht haben muss! Nachdem ich festgestellt hatte, dass es mir soweit gut ging, ließ ich mir mein Handy geben – nur um festzustellen, dass ich etwa vier Stunden „weg“ war und meinen Zug verpasst hatte. Nachdem ich mich kurzerhand entschlossen hatte umgehend zu meiner Freundin zu fahren und den nächsten Zug zu nehmen, versuchte ich allmählich den Abend zu rekonstruieren. Ich erinnerte mich an die Fahrradfahrt, jedoch nicht an meine Ankunft im Krankenhaus.

Nachdem meine Kopfschmerzen des Schädelhirntraumas zu stark waren, um in die Arbeit zu fahren, telefonierte ich sozusagen meinem Leben hinterher. Ich war wohl ganz in der Nähe der Wohnung so unglücklich gestürzt, dass ich eine Gehirnerschütterung erlitt. Als Schutzmechanismus zeichnet das Gehirn in solchen Fällen bewusst keine Erinnerung auf. Der behandelnde Arzt versicherte mir, dass ich während der Behandlung bei vollem Bewusstsein war. Ich kann bis heute jedoch nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt, sich an all dies nicht zu erinnern!

Der Auslöser für den Sturz waren übrigens in eine Rampe eingelassene Treppenstufen, die im Dunkeln nicht wirklich ausgeleuchtet sind. Alles in allem ist mir glücklicherweise nichts Schlimmes passiert und ich war schnell wieder fit. Doch die Erinnerung wird wohl nie zurückkehren.

PS: Wer mich kennt, weiß, dass ich immer mit Helm fahre. Dieses eine Mal hatte ich jedoch keinen auf (und auch nicht dabei) – ein fataler Fehler, der mir sicher nicht noch einmal passieren wird. Deshalb eine Bitte: Fahrt immer mit Helm, denn ihr wisst nie, was passieren wird. Häufig ist man selbst ja völlig unschuldig.

Das Glück dieser Erde…

…liegt für alle Reiter sicher auf dem Rücken der Pferde. Für mich galt das besonders auch als Jugendliche. Nach einem dann doch schlimmeren Sturz habe ich mich umorientiert. Wenngleich ich Pferde immer noch sehr faszinierend finde.

Costa Rica

Heute reite ich lieber im Sattel eines Drahtesels. Zwar ist mir nur ein Rad nach dem Diebstahl geblieben, doch die Freiheit, die ich beim Treten dieser Pedale empfinde ist schwer mit Worten zu beschreiben. Völlige Unabhängigkeit beschreibt es wohl am besten. Dass nebenbei die Muskeln trainiert und der Kreislauf angekurbelt werden, ist ein netter Nebeneffekt, der im richtigen Training auch gerne in den Vordergrund rücken darf.

Beachhalle in Bietigheim

Wie ein kleines Kind freue ich mich schon jetzt auf meine neuen Räder, die ich mir nun zwangsweise peu à peu anschaffen muss. Mindestens genauso viel Freude bereitet mir auch die Tatsache jetzt buchstäblich neben einer Beachhalle zu wohnen. Endlich nicht mehr auf den nächsten Sommer warten – ein Traum. Doch auch mit fünf statt einer Mitspielerin stehe ich gerne auf dem Feld. Mal sehen, ob uns der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga gelingt. Stay tuned: TSV Willsbach.

Auch beim Badminton habe ich mich wieder voll in meinem Element gefühlt. Für mich gibt’s keinen besseren Sport zum völligen Auspowern (mal von Intervallläufen auf der Bahn abgesehen). Praktisch, dass auch hier die Halle in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Doch das wird wohl ein Wintersport auf gutem Freizeitniveau für mich bleiben. Stehen doch zu viele Aktivitäten, Reisen, Volleyball-Spieltage und Feiern an. 😉

PS: Life ist beautiful!

Adventure Race Jena

Da war nun der Tag X gekommen. Das lang ersehnte zweite Adventure Race dieser Saison stand bevor. Nachdem wir uns noch kurzfristig Leihräder (vgl. vorheriger Beitrag) organisiert hatten, konnte es also losgehen. Nach einer mühsamen weil staureichen Fahrt zum Thüringer Meer, holten wir direkt am Abend noch das Roadbook und die Startnummern für das Adventure Race Jena ab. Wir starteten auch hier wieder in der Kategorie Challenger Mixed (ca. 74 km, 1.600 HM).

Nach gründlicher Lektüre war ich trotz der mieserablen Wetteraussichten sehr positiv gestimmt. Folgende Disziplinen sollten wir am nächsten Tag bewältigen: Schwimmen, Trekking/Trailrunning, MTB, Kajak, Rodeln, Orientierungslauf und Klettern. Wenn das mal nicht nach einem genialen Sporttag klingt!

Adventure Race Jena Ausrüstung

Bei gefühlten 14 Grad ging es dann morgens um 9 Uhr los. Gleich nach dem Start folgte ein kurzer Lauf, der uns zum Schwimmeinstieg brachte. Brrrrr – das Wasser war wirklich kalt – glücklicherweise aber doch nicht so schlimm wie ein Gebirgssee. Nachdem wir die Bleilochtalsperre überquert hatten warteten einige Checkpoints darauf von uns entdeckt zu werden. Leider stellten wir beim ersten Anlaufpunkt fest, dass wir unsere Karte zum Abstempeln verloren hatten. Kurzerhand musste ein anderes Papier herhalten. Wir planten nach der Schwimmrunde beim Veranstalter eine neue Karte zu erbitten. Aufgrund des dadurch entstehenden zu erwartenden Zeitverlusts ließen wir die optionalen Punkte in diesem Sektor links liegen und schwammen schnellstmöglich zurück. Beim Ausstieg aus dem Wasser brachten uns die Organisatoren die verloren geglaubte Karte wieder. Was für ein Glück!

Anschließend galt es eine MTB-Runde zu bewältigen. Da diese lange nicht so steil wie bei vergangenen Adventure Races war, kamen wir zügig voran. Dennoch entschieden wir uns die optionalen Punkte auszulassen und planten dafür, später alle Punkte beim Orientierungslauf zu holen. Die Radtour führte uns zum Kajakeinstieg. Bevor es aufs Wasser ging, mussten wir noch einen kurzweiligen Trailrun bewältigen. Dieser wurde gekrönt von einer Abfahrt auf der Sommerrodelbahn mit Zeitmessung. Der wohl coolste Teil des ganzen Rennens!

Adventure Race Jena MTB

Nachdem auch dieser Teil absolviert war, hieß es also paddeln. Auch hier war eine Zeitwertung angesetzt worden. Leider war das Ziel abweichend vom Kartenmaterial aufgestellt worden, weshalb wir wie auch einige andere Teams längere Zeit vergeblich nach dem Posten suchten. Anschließend mussten ein weiterer Punkt angefahren werden. Da mir bereits zu diesem Zeitpunkt extrem kalt (weil ziemlich nass) war, beschlossen wir abermals den optionalen Punkt auszulassen.

Eine weitere MTB-Runde führte uns zum Orientierungslauf. Diesen meisterten wir zunächst recht zügig – bis wir völlig die Orientierung verloren…merke: Abkürzen ist nicht immer gut. Nachdem wir über eine halbe Stunde umhergeirrt waren, konnten wir in der Ferne ein weitere Team erblicken und zu diesem aufschließen. Wir waren tatsächlich aus dem uns augehändigten Kartenausschnitt heraus gelaufen – kein Wunder, dass wir den Weg nicht mehr fanden. Zwar holten wir noch alle Punkte, doch zu diesem Zeitpunkt war bereits abzusehen, dass unsere Zeit nicht sonderlich gut würde.

Adventure Race Jena Trailrun

Das Schicksal meinte es nicht gut mit uns und so verfuhren wir uns ebenfalls prompt auf der folgenden MTB-Etappe. Dieser weitere Zeitverlust war nun wirklich nicht mehr aufzuholen. Doch bei solch einem Rennen geht es ja auch nicht nur um die Zeit – wie wir später schmerzlich feststellen sollten. Am Klettergarten angekommen galt es einen Parcours zu überwinden. Gut, dass wir sogar diesen Sommer im Klettergarten gewesen und so zumindest etwas trainiert waren. Da das schwerste Hindernis allerdings nicht das Letzte sondern bereits das Vierte war, musste ich hier leider passen. Dirk absolvierte alle Hindernisse mit Bravour.

Die anschließende MTB-Etappe brachte uns dann schließlich wieder zurück zum Start, wo wir glücklicherweise gerade so zum Ende der Dämmerung eintrafen. Noch ein Rennen wie Oberhof (vgl. Bericht vom letzten Jahr) brauchten wir dann doch nicht. 😉

Nach Auszählung der Ergebnisse erfuhren wir, dass wir auf dem 7. Platz gelandet waren. Unser bisher schlechtestes Ergebnis. Doch wir haben gelernt: Jedes Rennen ist anders – jedes Rennen folgt „seinen“ Spielregeln. Während wir in Burghausen viel taktieren mussten, wäre es hier sinnhaft gewesen schneller zu laufen/fahren und v.a. alle optionalen Punkte anzulaufen. Nächstes Mal dann!

Das war wohl nix

Gelohnt hat es sich aber trotzdem – nicht nur wegen der tollen Organisation und der wirklich gelungenen Tourenplanung. Wir wurden auch im Rahmen der German Adventure Race Serie geehrt. Denn hier erreichten wir den 2. Platz! Ein kleiner Trost also. Nun werden wir uns erst einmal um neue Räder kümmern und dann wieder fleißig trainieren. Das kommende Jahr wartet mit spannenden Rennen auf!

2. Platz

Auch möchte ich an dieser Stelle einen Dank aussprechen: Das Adventure Race Schwarzwald hat uns diese Saison nicht nur mit Bekleidung und Material unterstützt, sondern ermöglichte uns auch die Teilnahme an diesem schönen zweiten Rennen! Ich hoffe von ganzem Herzen, dass das AR Schwarzwald im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden kann. Wir sind sicher und gerne dabei!!

Ein emotionsgeladener Sommer

Fast etwas erschrocken stellte ich heute fest, dass mein letzter Eintrag bereits über 4 Monate zurück liegt. Inzwischen ist viel passiert!

Nachdem ich vom Training für den Hamburg Marathon noch recht fit war, probierte ich kurzerhand 3 Wochen später meine Bestzeit im Halbmarathon auf der hügeligen Strecke des Trollinger Marathons zu unterbieten. Gesagt, getan! Von Beginn an lief es richtig gut und ich konnte mein Tempo gut halten, lediglich am Berg musste ich etwas rausnehmen. Bergab lief es dafür ja wie von selbst und ich kam in einen richtigen Laufrausch, so dass ich nicht einmal die bekannten Gesichter an der Verpflegungsstelle warnahm. Am Ende stand eine 1:42:03 zu Buche. Mit einem leckeren Bierchen unter Freunden ließ ich diesen tollen Tag ausklingen. An dieser Stelle auch ein großer Dank an die Hardtseemafia und das Team vom Landratsamt für die Orga drumherum. Es ist toll bei solchen Veranstaltungen vor/nach dem Event nicht alleine zu sein.

Sportlich ging es weiter in den Juni, wo direkt das Adventure Race Burghausen samt Deutscher Meisterschaft anstand. Dieses Rennen war bisher wirklich das Härteste, was ich je geleistet habe – nicht zuletzt wegen der heißen Temperaturen! Am Freitagabend starteten wir (Mixed Challenger, also mittlere Kategorie) um 22 Uhr zum Nachtorientierungslauf. Für diesen hatten wir 2 Stunden Zeit, wobei bereits zu Beginn abzusehen war, dass taktiert werden musste, da unmöglich alle Punkte angelaufen werden konnten. Leider hatten wir eine der Regeln missverstanden und holten uns deshalb den letzten möglichen Punkt nicht mehr. Nach einer schnellen Dusche hieß es dann auch ab ins Bett, denn um 6 Uhr fiel bereits der nächste Startschuss.

Das Hauptrennen lief recht gut. Zunächst mussten wir viel Mountainbiken und schließlich eine Seilbrücke samt Rad überwinden. Später galt es getrennt vom Partner einen Orientierungslauf zu absolvieren, bevor es wieder aufs Bike ging. Nachdem wir die Wechselzone passiert hatten, warteten noch etliche Laufkilometer auf uns – da kam die Erfrischung beim Schwimmen (natürlich mit Gepäck) gerade recht! So richtig wollte ich ja nicht aus dem Wasser, doch die Zeit drängte. Abermals mussten wir noch einige Punkte laufend erreichen, während Dirk sogar ein kurzes Stück in der schnellen und 16 Grad kühlen Salzach überwinden musste, um zu einem nahe gelegenen Felsen samt Posten zu gelangen. Nach dieser Kletterpartie ging es gen Wechselzone, die wir ca. 10 Minuten vor Zielschluss erreichten. Was für ein Tag! Nachdem die Ergebnisse online gestellt wurden, war klar, dass Bronze zum Greifen nahe gewesen wäre. Uns fehlte lediglich der eine Punkte des Vortages! Vielen Dank auch an das Adventure Race Schwarzwald, in derem Namen wir dieses Jahr starten dürfen. Mal sehen, wie es in Jena kommende Woche läuft. 😉

Nach diesem tollen Erlebnis standen viele stressige Wochen bevor: Ein Umzug mit wenig Möbeln ist gut zu meistern mit ein paar helfenden Händen. Innerhalb von 2 Tagen hatten wir unsere beiden Haushalte eingeladen, 200 Kilometer transportiert und wieder ausgeladen – samt Zwischenstopp in den Möbelhäusern. Nachdem auch die alte Wohnung gestrichen war, konnten wir anfangen alle Möbel aufzubauen und das Kistenchaos einzudämmen. Meine neuen Feinde heißen übrigens Schiebetüren und Küche – ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so viel Arbeit macht, diese aufzubauen.

Eine willkommene Abwechslung mitten im Umzug stellte der erste Bietigheimer Triathlon dar. Auf dieser Sprintdistanz wollte ich testen, was ohne wirkliches Training möglich ist. Und siehe da, es lief richtig gut. Nach einer akzeptablen Schwimmzeit im Mittelfeld konnte ich beim Wechsel und auf dem Rad und beim Laufen viele Plätze gut machen und wurde schließlich Gesamtsechste und Vierte meiner Altersklasse. Ein tolles familiäres Event, das hoffentlich auch im kommenden Jahr wieder veranstaltet wird – dann wird auch trainiert.

Triathlon Bietigheim

Nur eine Woche später stand mal wieder ein Beachvolleyballturnier in Erlangen an. Leider brach ich mir hier bereits nach dem ersten Spiel die kleine Zehe. Zum Glück wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht und zwang mich weiter zu spielen. Glücklicherweise nutzte auch nur ein Team die nun ungewohnte Laufschwäche meinerseits. Alle anderen Spiele (samt Finale) konnten wir für uns entscheiden. Yes! Doch leider wurde die Zehe keinen Deut besser, weshalb ich dann doch direkt am Montag die Diagnose dreifache Fraktur erhielt. Der Sportsommer war also an dieser Stelle beendet.

Nun ja, nicht ganz. Zwar drückte der Radschuh auch eine Woche später noch sehr, doch ich musste mich einfach bewegen. So fuhr ich ab dann circa 3 x pro Woche mit dem Rad zur Arbeit. Ein Traum! Nicht nur, dass man mit dem Renner so wunderbar über den Asphalt fliegt, nein, ich fühle mich auch einfach besser, wenn ich bereits morgens Sport machen konnte. Nur an Regentagen sind die Bremsen wirklich ungeeignet, weshalb ein Crosser her muss.

Inzwischen muss dieser auch wirklich her – denn unsere gesamte (verschlossene) Garage wurde ausgeräumt. Alle Räder bis auf mein Ich-muss-mal-eben-in-die-Stadt-Rad sind weg. Einfach so, von heute auf morgen. Über mögliche Ursachen nachzudenken bringt leider nichts, weshalb ich mich mit dem Gedanken anzufreunden versuche, dass ich bald zwar viel Geld ausgeben muss, aber dafür dann zumindest neue Räder habe. Doch der emotionale Wert kann leider nicht ersetzt werden. Haben meine beiden Schätze und ich doch so viel gemeinsam erlebt.

Jetzt habe ich so viel zu mir und meinem Leben geschrieben und doch gibt es derzeit so viel Wichtigeres in dieser Welt! Mir brach es fast das Herz eine gewisse Ignoranz meiner Mitbürger live erleben zu müssen und ich bin dankbar, dass ich (vielleicht auch durch das viele Reisen) diese Welt manchmal mit ein wenig anderen Augen sehen kann. Wenn man sich nur einmal in die Welt eines Flüchtlings versetzt, erkennt man schnell, was in welcher Situation das richtige Tun und Handeln ist. Tausend Dank an alle Unterstützer, ihr seid die wahren Helden des Alltags!