Archiv der Kategorie: Testberichte

Sonnenbrillen-Testbericht: Adidas Duramo S vs. Oakley Flak Jacket

Wer kennt das Sonnenbrillen-Problem nicht auch? Ist es zu hell benötigt man eine recht dunkle Brille, geht es dann in den Wald hinein oder kommen Wolken auf, wäre wiederum eine mit helleren Gläsern besser. Im September hatte ich die Möglichkeit die beiden Sport-Sonnenbrillen Adidas Duramo S und Oakley Flak Jacket mit sehr variablen Linsen für euch zu testen. Wer also noch auf der nach einer anpassungsfähigen Brille ist, sollte hier unbedingt weiterlesen.

Der Test

Es wurden die Adidas Duramo S mit den LST Active Silver Linsen und die Oakley Flak Jacket mit den VR28 Linsen im Alltag, beim Trailrunning und Radfahren getestet.

Optik und Lieferumfang

Direkt beim Auspacken überzeugt Adidas etwas mehr als Oakley, da im Lieferumfang neben dem klassischen Brillensäckchen, das auch als Putztuch dient, außerdem eine kostenfreie Schatulle aus Hartplastik dabei ist. Oakley liefert hier neben dem Brillensäckchen ein Soft Case mit.

Beim ersten Aufsetzen und dem obligatorischen Blick in den Spiegel stelle ich schnell fest, dass mir die Adidas Duramo S aufgrund der leicht verspiegelten Gläser deutlich besser gefällt, als die Oakley Flak Jacket, bei der man die Augen durch die Gläser sehen kann. Auch die Form ist etwas femininer und stylischer. Ein absoluter Pluspunkt also!

Tragekomfort und Halt

Wer draußen aktiv ist benötigt eine Brille, die vor allem guten Halt bietet und dabei nicht drückt. Diese Bedingungen erfüllt die Oakley Flak Jacket in vollstem Maße. Gerade beim Laufen verrutscht sie keinen Deut und bietet vor allem auch eine ausreichende Belüftung. Die Adidas Duramo S hingegen sitzt etwas lockerer und ich muss sie vor allem bei heißen Temperaturen (mit nicht wenig Schweiß) fest drücken. Ob das am Nasenbügel liegt? Hier kommt es mir so vor, als ob Oakley einen griffigeren Gummi verwendet. Sehr schade finde ich, dass man bei der Oakley die Auflieger auf der Nase nicht verstellen kann. Adidas bietet hier zwei verschiedene Einstellungen, die im Handumdrehen verstellt werden können.

Beim Rad fahren merke ich, dass ich unter der Brille von Adidas etwas mehr schwitze. Sehr angenehm ist hingegen, dass ich den Fahrtwind im Gegensatz zur Brille von Oakley überhaupt nicht spüre und die Augen somit nicht unnötig gereizt werden. Bei beiden Sonnenbrillen drücken die Bügel nicht auf den Kopf – auch nicht unter dem Radhelm. Jedoch ist auch hier zu erwähnen, dass es bei beiden Brillen keine Einstellmöglichkeiten für die Bügel gibt. Die Oakley bietet mit ihren gummierten Enden hierbei gefühlt mehr Halt als die Adidas, die keine gummierten Enden hat.

Gläser und Linsentechnologie

Neben dem Halt und Tragekomfort sind die Gläser der wohl wichtigste Punkt beim Kauf einer neuen Sonnenbrille. Während die Adidas Duramo S mit den LST Active Silver Gläsern Scheiben bietet, die ca. 83 % des Lichts absorbiert sind es bei der Oakley Flak Jacket mit den VR28 Gläsern 72 %. Diesen Unterschied merkt an deutlich, weshalb die Adidas ganz klar für sonnigere Tage mit etwas Bewölkung zu empfehlen ist, während die Oakley nur bei sehr sonnigen Tagen an ihre Grenzen stößt. Beide Modelle gibt es selbstverständlich auch mit helleren bzw. dunkleren Scheiben, so dass hier sicher etwas für jeden dabei ist.

Erstaunt war ich bei beiden Brillen über den guten Kontrast, den ich bei der Adidas sogar als noch etwas stärker empfand. Das liegt vermutlich daran, dass beide Hersteller auf eine aufhellende Wirkung trotz hoher Lichtabsorption setzen.

Eine Besonderheit beider Brillen bzw. Scheibentönungen ist die gute Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lichtverhältnisse. Komme ich mit ihnen schlagartig von einem sonnigen Wiesenabschnitt in den Wald, beträgt die Anpassungszeit für die Augen nur Bruchteile einer Sekunde – wirklich klasse!

Ein nicht zu missachtender Vorteil der Oakley Flak Jacket ist die Möglichkeit die Gläser zu tauschen. Idealerweise sollte man sich dies kurz beim Fachhändler vor Ort zeigen lassen – das Wechseln an sich dauert nur wenige Sekunden. Eine klasse Möglichkeit also für Radfahrer.

Zwar lässt sich die Scheibe der Adidas Duramo S nicht austauschen, jedoch bietet sie ebenfalls einen enormen Vorteil: Eine durchgehende Scheibe – ohne störenden Nasensteg in der Mitte. Dieses bietet im Vergleich zur Oakley Flak Jacket einen wirklich uneingeschränkten und tollen Blick ohne Störfaktoren.

Gewicht und Material

Die Adidas Duramo S ist mit ihren 30 Gramm bereits ein absolutes Fliegengewicht, die Oakley Flak Jacket toppt diesen Wert sogar noch mit ihren lediglich 21 Gramm. Meines Erachtens fällt dieser Unterschied jedoch nicht im Geringsten auf. Inwiefern sich die verschiedenen Kunststoffe, die für Rahmen und Gläser verwendet wurden, unterscheiden, vermag ich nicht zu beurteilen. Beide erwiesen sich während des Tragens als angenehm und wirkten sehr stabil und verlässlich.

Fazit

Für den Alltagseinsatz bei Sonne lautet meine Empfehlung ganz klar: Adidas Duramo S – sie sieht einfach viel besser aus! Für den Einsatz beim Sport empfehle ich die Oakley Flak Jacket, da sie atmungsaktiver ist und die Gläser aufgrund der höheren Lichtdurchlässigkeit etwas besser für den Allround Einsatz geeignet sind.

Advertisements

Tourenportal und Outdoor-Community mountix.com

Vermutlich hat sich der ein oder andere schon gefragt, wo eine Beschreibung meiner Touren oder mehr Bilder zu finden sind. Ich gebe zu, dass zahlreiche Touren, die ich gehe oder fahre, vorhandene Tracks diverser Portale (GPSies, outdooractive, lokale Tourismusseiten) sind. Doch warum das Rad neu erfinden?

Allen Portalen ist eines gemeinsam: Es gibt eine mehr oder minder leicht zu bedienende Suchfunktion und man kann sich eien GPS-Track herunter laden. Bei manchen sind außerdem ausführliche Tourenbeschreibungen und Kommentarfunktionen vorhanden. Ein nettes Gimmick. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle kurz das junge Start Up mountix.com, das es sich zum Ziel gesetzt hat mehr als ein reines Tourenportal zu sein. Freilich kann man sich auch hier Inspiration für seine nächste Tour holen…hat man allerdings genau dann Zeit, wenn sonst keiner kann, kann man dort auch einen Tourenpartner finden. Im Nachgang kann man so auch leicht Fotos austauschen und die aktuellen Bedingungen einpflegen. Auch gibt es ein persönliches Tourenbuch – eine rundum tolle Geschichte also.

Also, schaut mal rein, denn dort findet ihr alle meine im Blog ausführlicher beschriebenen Touren inkl. fotografischer Untermalung. 😉

berghaus After Work Tour auf die Mariandlalm

Gestern war es wieder einmal soweit. Nachdem ich im vergangenen Jahr im September bereits einmal bei einer berghaus After Work Tour dabei war, wollte ich diesmal die Chance nutzen, dass der Termin auf ein Datum gelegt wurde, an dem mein Kalender noch keine weiteren Einträge zeigte. Mangels Auto entschied ich mich mit der stündlich verkehrenden BOB (Bayerische Oberlandbahn) von München nach Bayrischzell zu fahren und von dort weiter zum Ausgangspunkt im Ursprungstal zu laufen. Glücklicherweise herrscht hier stets ein leichtes Gefälle, was den Lauf doch recht angenehm begünstigte. Vorbei an einer kleinen Kneippanlage und zwei kleinen Wasserfällen läuft man stets parallel zur Tiroler Straße. Dieser muss man nur bis kurz hinter die Grenze nach Österreich folgen und schon landet man am Wanderparkplatz Trockenbachtal.

Bayrischzell mit Wendelstein

Ursprungstal

Hier hatten wir dann die Möglichkeit uns mit Testmaterial in Form von Bekleidung und Rucksäcken von berghaus, Barfußschuhen von Sole Runner und Stöcken von Leki einzudecken. Ich entschied mich für ein Paar Schuhe und eine Softshelljacke – und bereute es beim letzten Anstieg doch etwas keine Stöcke mitgenommen zu haben. Dank den leckeren und absolut natürlichen Riegeln von Chimpanzee starteten wir bestens gestärkt ins Aufwärmprogramm von Kniespezialist Bernhard Schwarz. Mit teils Partnerübungen zeigte er uns spielerisch die Grenzen unseres Gleichgewichts auf. Im Anschluss teilten wir uns dann in drei Gruppen à 7-10 Wanderwütige auf, die je von einem Guide begleitet wurden.

Testmaterial unter der Lupe

Motiviert vom letzten Wochenende lief ich vorne mit und lief und lief und lief – quasi barfuß. Die Schuhe – insofern man sie als solche bezeichnen kann – geben einem wirklich nur den minimalsten Schutz, so dass man sich an spitzen Steinen nicht verletzt. Doch gerade auf Schotterwegen spürt man wirklich jeden noch so kleinen Kiesel. Das ist definitiv sehr gewöhnungsbedürftig, aber keineswegs uninteressant. Manche Teilnehmer sprachen sogar von einer Art Fußmassage, die sie beim Gehen empfanden. Ich muss gestehen, dass es mir zwar großen Spaß bereitete mit diesen Schuhen zu gehen, insgesamt empfand ich gerade die Schotterwege als eher unangenehm und bevorzugte auf dem Rückweg meine Laufschuhe.

Weg zur Mariandlalm

Unser Weg führte uns zunächst über eine breitere Forststraße sanft bergauf. Durch ein Weidegatter gelangten wir schließlich auf einen schmaleren Pfad, der sich an diesem Tag vor allem zwischen den Kühen hindurch, am Berg entlang schlängelte. Später trafen wir wieder auf die Forststraße, überquerten diese kurz und erreichten über ein kurzes, etwas steileres Stück schließlich die Mariandlalm. Anstatt bereits nach den etwa 1:15h, die wir hierfür benötigten, schon einzukehren, erklommen wir in etwa weiteren 15min noch den Nesselberg. Wem das nicht reicht, hat von hier aus die Möglichkeit das Trainsjoch zu besteigen. Wir entschieden uns dann doch lieber für Abendbrot im Sonnenuntergang auf der Alm. Hier war ich dann doch froh, die Softshelljacke dabei zu haben. Nicht ganz so warm wie ein Fleece, aber keineswegs zu dünn – genau richtig also. Ich glaube, diese Jacke muss bald den Weg in meinen Kleiderschrank finden.

Weg zur Mariandlalm

Der Abstieg gestaltete sich im Vergleich zur anschließendem Rückfahrt als recht kurzweilig. Wenngleich man sicher etwas braucht, bis man „in den Bergen“ ist, so weiß ich es doch sehr zu schätzen, dass man einfach mal so an einem Donnerstagabend noch zu einer Alm mit einem solch schönen Ausblick wandern kann. Mehr und mehr lerne ich meinen nun nicht mehr ganz so neuen Wohnort zu schätzen. 🙂

Runningshirt Brooks Epiphany SS

Viel zu lange habe ich mit diesem Bericht gewartet, doch nun möchte ich endlich – nach umfangreichen Tests – auf das mir zugesandte Runningshirt Epiphany SS eingehen.

Im Hochsommer laufe ich gerne ärmellos, doch sobald es etwas kühler ist, empfinde ich es als recht angenehm, wenn die Schultern bedeckt sind. Das Epiphany SS ist hier die perfekte Lösung. Es ist extrem leicht (definitiv weniger als eine Tafel Schokolade) und absorbiert Feuchtigkeit rasch nach außen. Aufgrund des dünnen Materials, würde ich es allerdings nur für Läufe bei Temperaturen ab mind. 10 Grad empfehlen. Darunter wird es doch zu frisch und ich bevorzuge dickere Materialien bzw. bei richtig kaltem Wetter entsprechend langärmlige Bekleidung.

Das Besondere an diesem Shirt ist sicher die kleine Eingrifftasche auf der rechten Außenseite. Bei längeren Läufen lässt sich hier gut ein Stück Traubenzucker verstauen. Für einen MP3-Player halte ich es allerdings zu gering (außer iPod shuffle). Auch meinen Schlüssel verstaue ich lieber in der Hose. Für den Traubenzucker beim Köln Marathon war die kleine Tasche jedoch perfekt.

Insgesamt ist das Shirt relativ kurz und eher weiter geschnitten. Ich trage es in Größe M und empfinde den Schnitt mit V-Ausschnitt als recht angenehm. Da ich jedoch nur 1,67 m groß bin, könnte ich mir gut vorstellen, dass größere, schlanke Personen hier eventuell eine Nummer größer als normal benötigen.

Insgesamt ein tolles Shirt, mit dem ich zwei neue Bestzeiten gelaufen bin!

Infiniti Low Cut Tab – Das kurze Vergnügen

Dieser Socken zeichnet sich durch den niedrigen Schnitt aus. Ich mag es nicht, wenn die Socken noch weit über den Schuh hinaus gehen, weshalb ich mich gleich in ihn verliebt hatte. Angenehm ist dabei die höher geschnittene Ferse, so dass der Schuh nicht reibt. Ich habe die Socken in Größe 35-38 und er sitzt bei meiner 39 perfekt – was wohl auch der leichten Elastitzität im Mittelfußbereuch geschuldet ist.

Wobei, ich müsste leider eher schreiben, er saß perfekt. Irgendwer fand die Socken nämlich so toll, dass er sie mir von der Wäscheleine geklaut hat. :-( Leider konnte ich ihn somit nur wenige Male tragen. Aus diesem Grunde kann ich euch auch leider kein Bildmaterial liefern – dieses findet ihr unter http://b2b.brooksrunning.eu/de_de_b2c/catalog/product/view/id/1382/s/infiniti-low-cut-tab/category/63/.

Brooks Cascadia 8 – hält immer

Neben dem PureConnect 2 erhielt ich im Testpaket den Ghost 5. Da ich im September bei einem Hindernislauf mitmache, wollte ich jedoch unbedingt einen Trailschuh als zweiten Testschuh haben, denn so konnte ich sicherstellen, diesen auch ausreichend beim Training testen zu können. Dank einfachem Umtauschprozedere konnte ich kurze Zeit später den Cascadia 8 mein Eigen nennen und auf Herz und Nieren testen.

Meine ersten Läufe absolvierte ich im Schnee. Hier hielt der Schuh deutlich besser als ein Asphaltschuh. Auf den vereisten Wegen bot er jedoch nicht mehr Halt als andere Laufschuhe. Schade, doch ich glaube, dass es bei solch widrigen Bedingungen tatsächlich nur mit Spikes oder Schneeketten möglich ist einigermaßen rutschfrei zu laufen.

Seine wahren Qualitäten kommen einfach beim Trailrunning am besten zur Geltung. Weder nasse, matschige Wege noch Moose oder Äste können ihm seinen Grip nehmen. In Vorbereitung auf den Wolfman Run & Ruck am 21.09.2013 in Zirndorf bei Nürnberg laufe ich in unregelmäßigen Abständen mit einer Trainingsgruppe durch die Wälder Mittelfrankens. Dabei geht es geradezu durch den Busch, über Felsen, Sanddünen hinauf, durch Bäche hindurch, etc. – eben einfach alles, was einem bei einem Hindernislauf so begegnet. Bei wirklich allen Untergründen hatte ich stets guten Halt. Ein durchaus beruhigendes Gefühl sich nicht über den Halt seines Schuhs Gedanken machen zu müssen.

Zur Wasserdichte kann ich nur begrenzt Feedback geben. Bei den meisten Trainingsläufen im Winter schneite es nur leicht. In richtig starkem Regen bin ich bisher nicht gelaufen (nicht aus Feigheit, sondern weil es einfach nicht regnete). Leichten Sprühregen verträgt der Cascadia 8 problemlos – ebenso Schnee.

Beim Lauf durch Bäche werden die Füße natürlich zwangsläufig nass. Hier erwartet man auch nichts anderes. Angenehm war, dass ich nie das Gefühl hatte mit einem schwerem Klumpen am Fuß zu laufen – wenngleich der Schuh natürlich Wasser zieht und dadurch schwerer wird.

Auch Dreck dringt nicht so leicht in den Schuh ein. Beim Hindernislauftraining hatte ich zu keinem Zeitpunkt Angst vor fiesen Wurzeln oder Geröll. Jedoch kommt natürlich beim Hinauf- und Hinunterlaufen von tiefen Sanddünen zwangsläufig Sand in den Schuh.

Was etwas schade ist, ist die Tatsache, dass der Schuh etwas größer ausfällt und ich dadurch nun eine halbe Nummer zu groß laufe. Der PureConnect 2 sitzt mit 40,5 perfekt, im Cascadia 8 habe ich noch gut Spiel vorne.

Alles in allem also ein toller Trailschuh, der keinen im Stich lässt.

Ich möchte nach umfangreichem Testen noch einen kurzen Nachbericht zum Cascadia 8 schreiben:

Ich lief ihn bei Dauerregen bei einem Adventure Race. Bei diesem Rennen gilt es verschiedene Disziplinen zu meistern, u.a. Trekking (Berglauf). Hier enttäuschte mich der Cascadia 8 leider sehr auf dem nassen Fels. Ich hatte deutlich weniger Halt als mein Freund mit seinen Natural running Schuhen. Im Matsch hingegen kam ich wunderbar mit ihm klar und fühlte mich stets sicher. Gerade bei Kletterpartien am Fels hätte ich mir jedoch deutlich mehr Halt und Trittsicherheit gewünscht. Hier wäre vielleicht der Pure Grit die bessere Wahl gewesen…

LSD Lite Jacket III – perfekt für den Winter

Zugegeben ich war sehr skeptisch als ich einen Umschlag, der fast nichts wog, von Brooks erhielt. Der Inhalt: Eine Laufjacke, die es gerade mal auf das Gewicht einer Tafel Schokolade bringt und dabei noch wind- und wasserdicht sein soll. Geht nicht? Geht jawohl! Die LSD Lite Jacket III ist tatsächlich wasser- und vor allem absolut winddicht. Ich gebe zu, dem Härtetest in strömenden Regen konnte ich sie (leider) noch nicht unterziehen, doch Schnee sowie leichte Schauer hält sie perfekt ab. Beim Laufen spürt man das Leichgewicht übrigens rein gar nicht!

Die Kaputze lässt sich der Laufjacke angenehm am Hinterkopf enger zippen. Dadurch wird das Sichtfeld nicht eingeschränkt. Einfach klasse!

Auch die eingenähte Tasche, in der man die Jacke verstauen kann, ist super. Zum Größenvergleich hier neben meinem Handy.

Wo ist also der Haken an dieser verhältnismäßig günstigen wind- und wasserdichten Jacke? Mein erster Lauf fand mit der LSD Lite Jacket III fand bei Minusgraden statt, die weiteren folgten bei ca. 0 bis 5 Grad. Und schon hier zeigte sich, dass das Material nicht sonderlich atmungsaktiv ist. Habe ich doch deutlich unter der Jacke geschwitzt. Zwar staut sich die Hitze nicht extrem, dennoch war mein langärmliges Laufshirt, das ich unter der Jacke trug, deutlich nasser als sonst. Für Minusgrade mit Schneefall oder bösem Wind also top, bei wärmerem Klima nur bedingt empfehlenswert.

Auch bei der Passform kann die Jacke nicht voll bei mir punkten, sitzt sie doch im Schulter- und Brustbereich relativ eng. Sehr gut gefällt mir, dass die Jacke mittels eingenähtem Gummizug am Rücken leicht tailliert ist und bis auf das angesprochene Problem sehr gut sitzt.

Alles in allem also eine recht gute Jacke für kalte Tage mit viel Wind und / oder Regen.

Das Beanie sitzt und sitzt und sitzt…

Wow – wer hätte das gedacht. Innerhalb eines Monats war wohl das Beanie das von mir am meisten getragene Testprodukt! Und das obwohl ich doch nur 2-3 x die Woche laufen gehe. Weshalb es sich trotzdem auf Platz 1 noch vor die PureConnect2 schieben kann? Ganz einfach: Weil es so universell einsetzbar ist. Bei winterlichen Temperaturen klimatisiert es den Kopf beim Laufen auf nahezu perfekte Art und Weise. Ich habe zu keinem Zeitpunkt unter der Mütze geschwitzt, noch habe ich je gefroren. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass das Beanie auch Temperaturen unter – 7 Grad Celsius noch standhalten kann. Natürlich lasse ich mich auch gerne eines Besseren belehren.

Besonders gefiel mir die universelle Einsetzbarkeit. So trug ich das Beanie nicht nur beim Laufen, sondern ebenso beim Langlaufen und unter dem Snowboardhelm. Und stets erfüllte es voll und ganz seinen Zweck: Warm, aber nicht zu warm. Sehr schön. Das Beanie ist aus einem superleichten und sehr angenehm zu tragendem Stoff ist, der Schweiß sehr schnell nach außen leitet. Und selbst der Pferdeschwanz kommt auf Wunsch dank kleinem Schlitz an der Kopfhinterseite zur Geltung. ;-)

Zur Passform kann ich nur sagen, dass mir die Mütze wie angegossen passt. Jedoch habe ich einen recht kleinen Kopf. Es ist also fraglich, ob auch Personen mit einem Kopfumfang von mehr als 55cm das Beanie als bequem empfinden bzw. ob es bei diesen Personen dann noch die Ohren vollständig bedeckt. Hat hier schon jemand Erfahrungen gesammelt, die er mit uns teilen möchte?

PureConnect 2 – mein absoluter Favorit für den Asphalt

Nun war es endlich soweit: Ich konnte den PureConnect 2 testen. In meinem Testpaket war ursprünglich der PureFlow 2 enthalten. Leider verspürte ich aber schon beim Reinschlüpfen einen unangenehmen seitlichen Druck, weshalb ich den Schuh gegen das mir bekannte und vor allem geliebte Modell Connect aus der Pure Serie austauschte.

Nachdem Mittesterin Katharina ja bereits ausführlich zu den Unterschieden zwischen dem PureConnect und dem PureConnect 2 eingegangen ist, werde ich mich auf das neue Modell konzentrieren.

Der Schuh ist leicht, sehr leicht. Dies schon einmal vorweg. Man spürt ihn beim Laufen kaum. Und dennoch bietet er deutlich mehr Dämpfung als ein Minimal Schuh. Das angenehme bei der Pure Serie ist, dass sich die Dämpfung dem Untergrund und der Geschwindigkeit anpasst. Läuft man schneller, hat man den Eindruck, der Schuh wird härter. Läuft man hingegen ein gemütliches Tempo ist die Dämpfung spürbar. Wenngleich der Schuh nicht mit Modellen wie beispielsweise dem Ghost 5 verglichen werden kann. Ich liebe Schuhe mit einer geringen Sprengung und hier punktet der PureConnect 2 definitiv.

Gelaufen bin ich ihn bisher auf dem Laufband im Fitness-Studio, auf Asphalt sowie befestigten Wegen im Park. Und überall hatte ich trotz der kaum profilierten Sohle einen sehr guten Halt. Ein wirklicher Geländeschuh ist er aber dennoch nicht. Dafür fehlt es ihm dann doch am Profil. Waldwege macht er aber problemlos mit. Auch ist er nicht geeignet für nasse Untergründe, da durch Einsparungen im vorderen Bereich der Sohle (die im Sommer angenehm belüften) Wasser auch von unten an den Fuß dringen kann.

Die Farben sind Geschmackssache, weshalb ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen möchte. Ich liebe das grelle grün und pink der Sohle und der Schuhbändel. ;-)

Nun zum Halt: Der Schuh ist assymetrisch geformt und hat keine echte Zungenkonstruktion mehr, was dem Halt sehr zu Gute kommt. Er sitzt rundum gut und fest am Fuß ohne dabei zu drücken. Zur Größe kann ich nur sagen, dass er genauso wie das Vorgängermodell ausfällt. Ich trage in Straßenschuhen 39, den PureConnect in 40,5.

Ich bin schon auf die nächsten Trainingskilometer mit dem Schuh gespannt. Am Sonntag werde ich außerdem meinen ersten Lauf des Jahres (15 km) damit absolvieren – insofern nicht spontan das Schneechaos ausbricht.

Auch zum Pure Connect 2 möchte ich einen kurzen Nachtrag verfassen. Der Schuh wurde von mir in Vorbereitung auf den Köln Marathon intensiv genutzt. Leider musste ich nun feststellen, dass sich eine Naht oder mehr ein Saum im Inneren (vorderer Bereich) des rechten Schuhs gelöst hat. Diese Art von Verschleisserscheinung finde ich persönlich sehr schade, dass sie davon zeugt, dass der Kleber nicht mehr ausreichend hält. Zwar wurde der Schuh sehr intensiv genutzt, jedoch kann man eine mehr als 10 monatige Haltbarkeit von solch einem sonst wirklich sehr genialen Laufschuh erwarten.

Der erste Kältetest und die Tight besteht ihn!

Ende November erreichte auch mich die freudige Nachricht, dass ich als Messenger ausgewählt worden war. Ich sollte also die neuesten Produkte von Brooks testen und bewerten.

Bis mich das Paket mit den Laufsachen schließlich erreichte vergingen etwa 10 Tage. Leider musste ich feststellen, dass nicht alle Produkte tatsächlich für mich geeignet waren, weshalb ich einige zurückschicken musste. Ein Umtausch ging aber prompt und völlig problemlos von statten. Wunderbar! Das nenne ich echten Kundenservice.

Ende Dezember erreichten mich somit auch die letzten Produkte und mein Test-Paket besteht nun aus:

  • PureConnect 2 (Neutralschuh)
  • Cascadia 8 (Trailschuh)
  • Infiniti Capri (Tight)
  • Infiniti Low Cut Tab (Socken)
  • Epiphany Short Sleeve (T-Shirt)
  • Infiniti Beanie (Mütze)

Als erstes konnte ich die Infiniti Capri testen. Bei ca. -2 Grad Celsius hatten wir Lauftraining mit meinem Triathlonverein. Brrrr. Doch das Material hielt, was es verspricht und ich fror kein bisschen. Die Hose sitzt dank breitem Bund perfekt am Bauch (ich trage Größe M).  Auch die Schlüsseltasche im hinteren Bereich ist angenehm bedienbar. Der Reißverschluss lässt sich sehr flüssig und sogar einhändig bedienen. Etwas skeptisch stand ich zunächst dem Beinabschluss mit eingenähtem Silikonband gegenüber. Hatte ich doch bei Radhosen und Triathlonanzügen oft die Erfahrung gemacht, dass diese Abschlüsse einschneiden. Doch auch hier wurde ich positiv überrascht. Die Hose sitzt auch am Unterschenkel nahezu perfekt. Nun bin ich schon gespannt wie sie sich bei wärmeren Temperaturen schlägt. Davon werde ich euch sicher auch bald berichten.

Gestern konnte ich übrigens meinen ersten Lauf mit dem PureConnect 2 absolvieren. Davon berichte ich euch dann nächste Woche. :)